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Coulthard zog wieder die Kollision an

27. April 2008 - 21:01 Uhr

Allmählich ist es David Coulthard leid, dass er immer die Unfälle anziehen muss - diesmal wären sogar einige Punkte möglich gewesen

David Coulthard
David Coulthard und Timo Glock - wenig später kracht es
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - Während Mark Webber wieder Punkte für Red Bull Racing holte, war David Coulthard zweimal - sowohl zu Beginn als auch gegen Ende des Rennens - im Mittelpunkt von Kollisionen. Und in beiden Fällen waren deutsche Fahrer daran beteiligt. Noch in der ersten Runde wollte Adrian Sutil am Schotten vorbei, drehte sich dabei aber und räumte dabei nicht nur sich aus dem Rennen, sondern auch Sebastian Vettel. Gegen Ende des Rennens kam ihm dann Timo Glock zu nah, als er außen herum überholen wollte. Coulthard humpelte mit einem Reifendefekt zurück an die Box.

Der Zwischenfall mit Glock wurde von der Rennleitung untersucht - doch man erkannte einen typischen Rennunfall, den man nicht weiter verfolgen müsse. Coulthard winkte nur ab. "Es ist schrecklich, aber wer ist schon daran interessiert, dass ich mich beschwere, dass andere in mich hineinknallen?", erklärte er.

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Zumindest war "DC" nicht unberechnet enttäuscht, denn er war auf dem Weg zu WM-Punkten. "Jenson (Button) wurde Sechster - und ich fuhr direkt hinter Jenson. Es ist ein Desaster", erklärte er. Doch in vier Saisonrennen erlebte Coulthard drei ähnliche Unfälle: mit Felipe Massa in Australien, Jenson Button in Bahrain und nun mit Glock.

Ein wenig ratlos war er dann doch. "Ich wünschte mir, dass die Leute wüssten, dass meine Augen nach vorn ausgerichtet sind, nicht nach hinten", erklärte er. "Ich bin ganz deutlich, wenn ich Platz mache oder wenn ich früh reinziehe. Das scheint in meiner gesamten Karriere funktioniert zu haben, ich weiß nicht, was in diesem Jahr falsch läuft."

"Jetzt kommen wieder die ganzen Sachen wegen meines Alters, und dass der älteste Fahrer in die Zwischenfälle verwickelt ist. Aber was soll ich denn tun? Von der Strecke fahren und die Leute durchlassen?", erklärte er frustriert. Eine mögliche Erklärung fand er dann doch noch. "Es ist so unglaublich schwierig zu überholen. Das ist vielleicht ein Teil davon."

"Es könnte aber noch schlimmer sein", relativierte er am Ende. "Ich könnte auch um die Weltmeisterschaft und das könnte mich daran hindern, sie zu gewinnen. Aber ich kämpfe nicht um die Meisterschaft."