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Coulthard: "Große Namen sind keine Garantie"

24. April 2008 - 15:38 Uhr

David Coulthard vertraut auf die weiteren Ideen der Red-Bull-Techniker um Adrian Newey, gibt aber zu bedenken: "Große Namen sind beim Autobau nicht alles"

David Coulthard
David Coulthard nimmt die berühmten Red-Bull-Techniker in die Pflicht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - David Coulthard ist bisher der Crashpilot der Saison. Der Schotte zertrümmerte bislang an jedem der drei Rennwochenenden der laufenden Saison mindestens ein Mal seinen Wagen und konnte sich in Australien, Malaysia und Bahrain nur selten gut in Szene setzen. Punkte blieben dem Reb-Bull-Mann bislang verwehrt, während sein Teamkollege Mark Webber in den vergangenen beiden Grands Prix je zwei Zähler mit nach Hause nehmen durfte.

"Ich habe es zum Saisonauftakt richtig krachen lassen", resümierte Coulthard mit viel Humor auf 'autosport.com'. "Ich hatte Crashs in Australien und in Bahrain. Das einzig saubere Rennen bislang war für mich in Malaysia, aber da hatte ich im Training einen Abflug. Im Rennen konnte ich dort mit Renault kämpfen, aber es waren eben keine Punkte bisher drin."

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Statt das Red Bull mit Flügeln an die Spitze fliegt, hat man beim dem Rennstall eher die harte Konkurrenz im engen Formel-1-Mittelfeld im Nacken. "Es scheint so, als seinen die ersten sechs Positionen fest an Ferrari, Mclaren und BMW vergeben. Toyota hat zumindest mit Jarno Trulli in den ersten Rennen auch eine starke Performance gezeigt. Da sind wir mit Honda, Renault und Williams zusammen auf einem Niveau."

Entwicklung: Mehr Tempo für mehr Speed

"Große Namen sind beim Bau eines schnellen Autos nicht alles."
David Coulthard

Sein Teamkollege Webber habe unter diesen Voraussetzungen bei den vergangenen beiden Grands Prix das Maximum herausgeholt. Man müsse nun schneller entwickeln als die anderen, sonst laufe man Gefahr, für den Rest der Saison auf der Stelle zu treten, so Coutlhard: "Wir haben sicher alle Voraussetzungen und wir haben große Namen in unserer Technikabteilung. Auf der anderen Seite kenne ich keinen einzigen der BMW-Designer mit Namen. Dass heißt, dass große Namen beim Bau eines schnellen Autos nicht alles sind."

Man stehe nun ähnlich wie Renault, Williams und Honda unter enormem Entwicklungsdruck, um sich aus dem grauen Mittelfeld in Richtung der Plätze an der Sonne zu orientieren. "Unsere großen Namen in der Technikabteilung müssen also jetzt neue Teile entwerfen, wir testen sie dann und hoffen, dass uns das schneller macht."

Slicks nicht das Mittel für mehr Spektakel

"Wir müssen eine Möglichkeit finden, wie man im Windschatten vernünftig fahren kann."
David Coulthard

Bei den Barcelona-Tests in der vergangenen Woche hatte Red Bull ebenso wie viele Konkurrenten neue Entwicklungen ausprobiert. Ein erheblicher Sprung nach vorn scheint damit aber nicht gelungen zu sein. Coulthard durfte an den Testtagen auch die Slicks im Hinblick auf 2009 testen. "Es ist immer ein wenig komisch, wenn man sich mitten in der Saison schon mit dem kommenden Jahr auseinandersetzt. Aber wir haben die Slicks und die reduzierte Aerodynamik getestet."

Die nüchterne Bilanz des Schotten: "Es war eben so, dass man deutlich mehr mechanischen Grip hatte, weil mehr Reifenauflagefläche da ist. Und wir haben weniger aerodynamischen Anpressdruck gehabt. Ich glaube trotzdem nicht, dass uns das zu spektakuläreren Rennen verhelfen wird. Wenn man sich mal Montreal oder Monza anschaut, wo wir mit extrem wenig Flügel fahren, dann kann man auch dort keinem Auto wirklich folgen. Wir müssen vielmehr eine Möglichkeit finden, wie man im Windschatten vernünftig fahren kann. Das ist alles nicht so einfach."

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