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Bell: "Eine wunderbare Belohnung"

27. April 2008 - 10:56 Uhr

Auch der Technische Direktor von Renault hält nach dem guten Abschneiden von Fernando Alonso in der Qualifikation den Ball flach

Bob Bell
Bob Bell warnt vor dem Rennen vor zu viel Euphorie
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Für das Renault-Team war die Qualifikation zum Großen Preis von Spanien in Barcelona eine echte Genugtuung. Fernando Alonso qualifizierte sich für den zweiten Rang, verpasste die Pole Position nur knapp, genauer gesagt um 0,091 Sekunden. Und auch Teamkollege Nelson Piquet schaffte den Sprung in die Top 10. Der Brasilianer war jedoch um beinahe sieben Zehntelsekunden langsamer unterwegs.

Für den französischen Rennstall war dies ein echtes Erfolgserlebnis, schließlich ist man nach dem völlig verkorksten vergangenen Jahr immer noch dabei, auf die Konkurrenz aufzuholen. Nach den Testfahrten in der vergangenen Woche kann Bob Bell, der Technische Direktor des Teams, nun aber endgültig feststellen, dass die Neuerungen am Auto gut funktionieren.

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"Fernando war am Freitag mit dem Verhalten seines Autos nicht zufrieden."
Bob Bell

"Sie haben uns definitiv in die richtige Richtung gebracht. Der Fortschritt in Bezug auf die Leistung und die Fahrbarkeit ist nicht zu leugnen. Wir fanden jedoch nicht dieselben Streckenbedingungen vor wie in der vergangenen Woche, und Fernando war am Freitag mit dem Verhalten seines Autos nicht zufrieden. Er vermisste etwas Traktion, auch wenn Nelson etwas glücklicher war. Wir nahmen am Freitagabend ein paar Verbesserungen vor, und das Problem konnte gelöst werden."

Vor allem an Kurveneingang habe sich das Auto anders verhalten, weil die Strecke weniger Haftung bot als während der Tests: "Wir unternahmen alles mögliche, um uns an die neuen Charakteristiken anzupassen, und Fernando hat alles aus dem Auto herausgeholt", lobt der Ire. "Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass es Nelson zum ersten Mal in die Top 10 geschafft hat. Er hat exzellente Arbeit geleistet."

Der Ingenieur gibt zu, dass das Ergebnis für das Team nach den letzten harten zahlreichen Monaten eine echte Erleichterung darstellt: "Es ist auch eine wunderbare Belohnung für all die harte Arbeit, die das Team in den vergangenen Wochen geleistet hat, um die Weiterentwicklungen rechtzeitig fertig zu bekommen."

"Der siebte Rang ist ein realistisches Ziel."
Bob Bell

Dabei sei es bei den Modifikationen nicht darum gegangen, Probleme zu beheben, die es mit dem Auto gab: "Es ging mehr darum, Teile zu bringen, die zum Ziel hatten, mehr Leistung aus dem Auto zu holen. Die neue Motor-Abdeckung ist natürlich in Bezug auf die Aerodynamik eine offensichtliche Veränderung. Hinzu kommen weitere weniger gut sichtbare Veränderungen, zum Beispiel am Frontflügel, den Windabweisern und den Einlässen für die Bremsen-Kühlung. Gleichzeitig haben wir die Effizienz der Aufhängung verbessert, ebenfalls mit dem Ziel, die Leistung zu verbessern."

Trotz seiner guten Startposition gibt sich Alonso nicht allzu optimistisch, er wäre im Rennen schon mit einem siebten Rang zufrieden: "Ich stimme ihm zu. Der siebte Rang ist ein realistisches Ziel. Wir haben Fortschritte erzielt, aber Ferrari, McLaren und BMW sind noch schneller. Wir werden jedoch ein Rennen gegen sie fahren und versuchen, jede Chance zu nutzen."

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