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Alonso denkt nicht mehr an Rücktritt

05. April 2008 - 00:30 Uhr

Eigentlich wollte Fernando Alonso als dreifacher Weltmeister abtreten, aber im Moment verschwendet er keinen Gedanken an einen Rücktritt

Fernando Alonso
An Rücktritt verschwendet Fernando Alonso keine Gedanken mehr
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem zweiten WM-Gewinn auf Renault im Jahr 2006 hat Fernando Alonso anklingen lassen, dass er als dreifacher Weltmeister wahrscheinlich abtreten würde - was aufgrund seines zarten Alters damals nur für Kopfschütteln sorgte. Ein menschlich schwieriges Jahr bei McLaren-Mercedes später scheint das kein Thema mehr zu sein.

"Schaut euch den größten Fahrer aller Zeiten an, Schumacher: Er hat zwei Titel gewonnen, ist dann zu Ferrari gegangen und hat dann erst einmal fünf Jahre lang warten müssen. Stellt euch vor, was das für ein Gefühl sein muss! Als ich zum zweiten Mal Weltmeister wurde, dachte ich an Rücktritt. Jetzt, nach 2007 und 2008, sehe ich kein Datum mehr. Ich weiß, dass ich noch viele Jahre fahren will", erklärte der 26-Jährige gegenüber der spanischen Zeitung 'AS'.

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Wo er seine Zukunft verbringen wird, das ist aber noch völlig unklar, denn bei Renault will Alonso nur bleiben, wenn ihm das Team ein Siegerauto bauen kann - wonach es im Moment nicht aussieht. Eine Rückkehr zu McLaren-Mercedes gilt als ausgeschlossen, bei Ferrari stehen beide Fahrer zumindest bis Ende 2009 unter Vertrag. Lediglich das BMW Sauber F1 Team könnte ihm eventuell ein konkurrenzfähiges Cockpit anbieten.

"Sie werden darauf hinarbeiten, die Weltmeisterschaft mit Hamilton zu gewinnen."
Fernando Alonso

Sein Ex-Team, die Silberpfeile, verfolgt Alonso weiterhin genau. Er ist der festen Überzeugung, dass Heikki Kovalainen im Stallduell gegen Ron Dennis' Liebling Lewis Hamilton keine Chance haben wird: "Sie werden darauf hinarbeiten, die Weltmeisterschaft mit Hamilton zu gewinnen, nicht mit Kovalainen", sagte Alonso. Er selbst habe ja am eigenen Leib erfahren müssen, wie es ist, neben Hamilton in einem britischen Team zu fahren.

Vergleiche zwischen Hamilton und Michael Schumacher hält er übrigens für verfrüht: "Wenn Hamilton ein paar Mal Weltmeister war, okay, aber er hat gerade mal fünf Rennen im McLaren gewonnen, der 2007 das beste Auto war", so der Renault-Pilot, der sich verbal vor Schumacher verneigte: "Als Ferrari das beste Auto hatte, gewann er locker, aber wenn das Auto schlecht war, konnte man ihn auch nie abschreiben. Er war ein schwierig zu schlagender Gegner."

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