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Alle jagen das BMW Sauber F1 Team

23. April 2008 - 14:16 Uhr

Verkehrte Welt in der Formel 1: Vor dem Europaauftakt ist nicht Ferrari der große Gejagte, sondern das BMW Sauber F1 Team

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld hofft in Barcelona auf einen weiteren Sprung nach vorne
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Am 848. Tag seit Bestehen des BMW Sauber F1 Teams sind die Weiß-Blauen erstmals bei einem Formel-1-Rennen die Gejagten. Vor dem Grand Prix von Spanien in Barcelona führen die Münchner mit 30 Punkten die Konstrukteurswertung vor Ferrari (29) und McLaren-Mercedes (28). "Ein Gefühl, dass wir durch die dreiwöchige Pause seit dem Rennen in Bahrain ein bisschen länger auskosten durften", sagt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen.

Während BMW nach Podiumsplätzen in allen drei bisherigen Rennen, der ersten schnellsten Rennrunde durch Nick Heidfeld in Malaysia und der ersten Pole-Position durch Robert Kubica in Bahrain auf einer Erfolgswelle schwimmt und auf dem eigenen Wunschzettel für 2008 jetzt nur noch den ersten Sieg stehen hat, muss Rivale Mercedes zurück in die Spur finden. Nach dem mäßigen Wüstenauftritt in Bahrain sollen Vizeweltmeister Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen möglichst wieder mit um den Sieg fahren. Ferrari dagegen will mit den Schwung vom Doppelsieg in Bahrain auch in Barcelona auftreten.

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Alle Teams haben auf der Hauptteststrecke der Formel 1 in der vorigen Woche intensiv zahlreiche Verbesserungen an ihren Autos ausprobiert. "Ich bin gespannt, ob wir mit den Neuentwicklungen einen größeren Fortschritt erzielt haben als die Konkurrenz", sagt Heidfeld, der in der Fahrerwertung mit 16 Punkten hinter Weltmeister Kimi Räikkönen (19) im Ferrari auf Platz zwei liegt. "Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass wir genauso stark sein werden wie in Australien, Malaysia und Bahrain."

Mercedes-Sportchef Norbert Haug geht davon aus, dass die Kräfteverhältnisse beim Europadebüt der Formel 1 "ähnlich den bisherigen Rennen sein dürften" - trotz der Anstrengungen aller Teams. Große Ansagen will Haug aber nicht machen: "Alle im Team wollen ein gutes Ergebnis für Lewis und Heikki. Das war in der Formel 1 schon immer eine bessere Aussage als die besten verbalen Erklärungen", sagt Haug.

Die vier übrigen deutschen Fahrer erhoffen sich von dem Rennen in Barcelona einen Aufwärtstrend. Während Williams-Pilot Nico Rosberg in Bahrain als Achter nach dem Rückschlag von Malaysia zumindest schon wieder in die Punkte zurückgekehrt war, warten Timo Glock bei Toyota, Sebastian Vettel bei Toro Rosso und Adrian Sutil bei Force India noch auf ihr erstes Erfolgserlebnis.

"Ich möchte in die Punkte fahren", sagt Glock nach Platz neun zuletzt in Bahrain und fügt hinzu: "Ich habe ein gutes Gefühl für das Wochenende." Vettel kann am Wochenende in Katalonien nur auf sein neues Wohnmobil zurückgreifen, auf der Strecke ist er zum letzten Mal im Vorjahres-Toro-Rosso unterwegs. Der Nachfolger, den Teamkollege Sébastien Bourdais in der vorigen Woche bei den Testfahrten heftig beschädigte, ist erst für das übernächste Rennen in Istanbul vorgesehen. Sutils Ziel ist es, erstmals in dieser Saison seinen neuen erfahrenen Teamkollegen Giancarlo Fisichella hinter sich zu lassen.