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Albers sieht Licht am Ende des Tunnels

10. April 2008 - 16:29 Uhr

Mit der Formel 1 hat Christijan Albers endgültig abgeschlossen und will wieder etwas mehr Ruhe in sein Leben bringen

Christijan Albers
Christijan Albers im Spyker bei seinem letzten Auftritt in der Formel 1
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Christijan Albers hatte eine kurze, wenngleich ereignisreiche Formel-1-Karriere und ist nun wieder zurück in der DTM, die er einst als Sprungbrett benutzt hat. Nach 46 Grand Prix in der Formel 1 war Schluss und bei Spyker keinen Platz mehr für den Niederländer, der nun bei Audi angeheuert hat. Im Team Futurecom TME ist Albers Teamkollege der Debütantin Katherine Legge, die in Hockenheim ihr erstes DTM-Rennen absolviert.

"Ich möchte wieder einmal etwas Ruhe in mein Leben bekommen", kommentierte Albers seinen vermeintlichen Rückschritt zu den Tourenwagen gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Natürlich ist die Formel 1 das Höchste überhaupt, das sehe ich ja auch so. Es ist schön, in der Formel 1 zu fahren", meinte der ehemalige Spyker-Pilot, "aber für mich war es richtig schwer."

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Mit Mercedes hatte der 28-Jährige einige Siege in der DTM eingefahren und hatte sich dann zum Sprung in die Formel 1 entschieden. Im langsamen Minardi hatte der Niederländer 2005 freilich die hinteren Plätze für sich gebucht und kaum eine Chance, sich in diesem engen Fahrerfeld wirklich zu etablieren.

Kurioser Höhepunkt seiner Auftaktsaison war das USA-Rennen in Indianapolis, als sämtliche Michelin-Teams nach der Formationsrunde an die Boxen zurückkehrten und den Bridgestone-bereiften Rennställen aus Sicherheitsbedenken den Vortritt lassen mussten. Hinter den beiden Ferrari und den damals noch gelben Jordan-Boliden belegte Albers Rang fünf vor seinem Teamkollegen Patrick Friesacher. Es sollten seine einzigen WM-Zähler in der Formel 1 bleiben.

2006 hatte Midland das Team von Eddie Jordan übernommen und in nur einem Jahr schon wieder weiterverkauft. Auch leistungsmäßig herrschte häufig Stillstand, von Punkten durfte nur geträumt werden. 2007 wiederum hieß der Rennstall schließlich Spyker und Albers wurde von Adrian Sutil ein halbes Jahr lang ziemlich vorgeführt, ehe die Verantwortlichen dem Niederländer den Laufpass gaben.

Und so kurios seine erste Punktplatzierung war, so außergewöhnlich war auch sein vorletzter Auftritt in der Formel 1: In Magny-Cours fuhr Albers beim Boxenstopp schon wieder an, obwohl der Tankrüssel noch steckte. Am Ende der Boxengasse war dann schließlich Schluss, wenige Tage später war dann auch die Formel-1-Karriere vorbei.

In der DTM trifft Albers auf einige Bekannte, denn bei Futurecom TME fährt er im Audi-Rennstall seines ehemaligen Teamchefs bei Spyker, Colin Kolles. "Ich hatte viele Termine und war 33 Wochen im Jahr weg", beschrieb Albers seine Zeit in der Formel 1. "Da bist du wie in einem Tunnel. Du hast einfach keine Zeit mehr für dein eigenes Leben."

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