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Wenn Webber nur auf Briatore gehört hätte...
... wäre er 2005 bei Renault anstatt bei Williams gelandet und heute vielleicht Weltmeister - Sieg bleibt das Minimalziel für seine Karriere
(Motorsport-Total.com) - 103 Grands Prix hat Mark Webber in seiner Karriere schon bestritten, zweimal stand er auf dem Podium, noch nie gelang ihm ein einstelliges WM-Resultat - und mit seinen 31 Jahren läuft ihm langsam die Zeit davon. Doch bei Red Bull wird der Australier wohl auch in diesem Jahr keinen Grand Prix und keinen Titel gewinnen.
Die vielleicht größte Chance seiner Karriere hat er sich entgehen lassen, als er Ende 2004 von seinem Manager Flavio Briatore vor die Wahl gestellt wurde, ob er zu Renault oder Williams wechseln möchte. Webber entschied sich für Williams, wo es gerade bergab ging, während Renault zum WM-Double 2005/06 ansetzte - eine krasse Fehlentscheidung also. Diese trauert er noch heute ein wenig nach, auch wenn er es sowieso nicht mehr ändern kann.

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Die große Frage: Was wäre, wenn...?
"Ich hätte bestimmt schon ein paar Siege auf meinem Konto, wenn ich 2005 nicht zu Williams, sondern zu Renault gegangen wäre", erklärte Webber in einem Interview mit der Internetseite von 'auto motor und sport'. Zunächst war ihm aber noch nicht klar, wie sich die Dinge entwickeln würden: "Am Anfang war ich mir sicher, mit Williams den richtigen Griff getan zu haben - nicht nur wegen ihrer Historie."
"Ich bin im Winter das 2004er-Auto gefahren, mit dem Montoya in Interlagos gewonnen hatte. Es war das beste Rennauto, in dem ich je gesessen bin. Bei den Tests in Barcelona bin ich mit links eine Bestzeit nach der anderen gefahren. Es war unmöglich, langsam zu fahren mit diesem Auto. Und dann die Ernüchterung, dass der 2005er-Williams nur noch Mittelmaß war", erinnerte sich der heutige Red-Bull-Pilot zurück.
Briatore sei dagegen gewesen, "dass ich zu Williams gehe - und er erinnert mich noch jedes Mal daran, wenn ich ihn sehe! Das ist halt Flavio", grinste Webber in einem separaten Interview mit dem 'Independent'. Dennoch sei sein Verhältnis zum Renault-Teamchef unverändert gut, schließlich habe ihm Briatore viele Türen geöffnet und die Finanzierung seiner Karriere übernommen, als sein erster Mentor Paul Stoddart nicht mehr zahlen konnte.
Viel Lob für Briatore
"Er lässt mir immer Optionen, drängt mich nie in etwas hinein", lobte Webber Briatore. "Als Jaguar zusperrte, konnte ich zu Williams oder zu Renault. 2007 hatte ich die Wahl, bei Williams zu bleiben oder zu Red Bull zu gehen. Ich verdanke Flavio viel. Er hat mir viel geholfen. Er zahlte mir mein Formel-3000-Cockpit und ließ mich parallel Formel 1 testen. Er brachte mich zu Jaguar, Williams und Red Bull."
Und mit noch etwas hadert der Australier: Obwohl er 2006 bei Williams Nico Rosberg ganz locker im Griff hatte, gilt der junge Deutsche heute als angehender Superstar, während er selbst von den Experten nur selten Lob abbekommt. Woran liegt das, Mark? "Mein Vater war nicht berühmt", entgegnete er achselzuckend, "und ich habe auch nicht so schöne blonde Haare wie Nico. Ich kenne diesen Sport und weiß, wie sich die Sympathien verteilen."
Das ändert freilich nichts an seiner Zielsetzung, eines Tages trotz aller Widrigkeiten Weltmeister zu werden oder zumindest einen Grand-Prix-Sieg zu feiern: "Wenn ich eines Tages auf meiner Karriere zurückschaue, möchte ich sagen können, dass ich ein Rennen gewonnen habe. Aber andererseits hätte ich früher niemals gedacht, es überhaupt in die Formel 1 zu schaffen", gab Webber abschließend zu Protokoll.









