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Webber trotz Rückfall nicht enttäuscht

23. März 2008 - 17:39 Uhr

Nach der ersten Runde Vierter, nach der 56. Siebenter - und trotzdem war Mark Webber nach dem Grand Prix von Malaysia zufrieden

Mark Webber
Mark Webber konnte die starke Pace der ersten Runden nicht ganz halten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn man als Sechster ins Rennen startet, als Vierter aus der ersten Runde zurückkommt und dann am Ende trotz des Ausfalls eines Ferrari-Piloten nur Siebenter wird, müsste man eigentlich enttäuscht sein. Nicht so Mark Webber nach dem heutigen Grand Prix von Malaysia: Der Red-Bull-Fahrer freute sich über die ersten zwei WM-Punkte für sein Team.

Bis zum ersten Boxenstopp in der 16. Runde habe er nämlich "über meinem Kampfgewicht" geboxt, erläuterte Webber zufrieden: "Ich wusste, dass ich weniger Benzin hatte als die anderen, also haben wir von Haus aus nicht damit gerechnet, gegen BMW und McLaren zu fahren. Ich hatte einen guten Start und lag dadurch weiter vorne, als es eigentlich der Fall sein sollte. Aber es ist ehrlich gesagt nett, dieses Problem zu haben!"

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Der Positionsgewinn gegen Jarno Trulli und Nick Heidfeld kam übrigens nicht durch perfekte Traktion auf den ersten Metern zustande, sondern vielmehr durch deren Gerangel: "Mein Start an sich war gar nicht so erstaunlich, denn wenn man sich das Replay anschaut, dann sieht man, dass ich von der Linie weg nichts gewonnen habe. Die Positionen habe ich in der ersten und zweiten Kurve geholt", analysierte Webber.

In den letzten Runden hatte er dann formatfüllend Fernando Alonso im Rückspiegel: "Ich weiß, dass er ein guter Überholer ist, aber ich habe mir gesagt, dass ich ihm das Leben schwer machen werde! Ganz egal, wer hinter dir ist: Das Geheimnis auf dieser Strecke ist, in der ersten und 15. Kurve präzise zu fahren und keinen Fehler zu machen, dann kommt der Hintere kaum an dir vorbei", so der Red-Bull-Pilot, der diese Taktik optimal umsetzte und den siebenten Platz rettete.

Mit einem Red-Bull-Chassis und gleichem Motor das Renault-Werksteam geschlagen zu haben, sei "ein schönes Gefühl", gab Webber grinsend zu Protokoll. Schadenfroh ist der Ex-Renault-Testfahrer und Schützling von Flavio Briatore aber keineswegs: "Ich habe für die Jungs in Enstone großen Respekt, auch für Fernando. Heute hatte er glaube ich eine schwierige erste Kurve. Das kann dir heutzutage dein ganzes Rennen kaputt machen."