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Vettel: "Ich fühle mich wie bei Mama"

08. März 2008 - 10:41 Uhr

Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel fühlt sich bereits nach rund einem halben Jahr pudelwohl im Team: "Ich bin Teil der Familie"

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel startet mit Toro Rosso in seine erste volle Formel-1-Saison
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel gilt als eine der großen deutschen Motorsport-Hoffnungen für die Zukunft. Der 20-Jährige hat durch seinen furiosen Auftritt in der Formel 1, als er für das BMW Sauber F1 Team im allerersten Rennen wie selbstverständlich in die Punkte fuhr, für viel Staunen und Beifall gesorgt. Als Konsequenz durfte der Nachwuchspilot in der Folge sieben weitere Grands Prix für Toro Rosso bestreiten und konnte sich dort immer öfter gut in Szene setzen.

Vettel ist im italienischen Team bereits voll integriert. "Ich bin Teil der Familie", beschrieb der 20-Jährige der 'BILD'. Und weiter: "Das ist das Schöne an einem italienischen Rennstall. Zusammenhalt ist unsere große Stärke. Ich fühle mich wie bei Mama! So können wir wettmachen, dass wir weniger Geld als andere Rennställe haben." Das Red-Bull-B-Team lebt also in etwa nach dem Motto: Teamgeist verleiht Flügel.


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Schon vor seiner Ankunft in der Formel 1 wurde Vettel hoch gelobt, nicht zuletzt dank starker Auftritte in der Formel-3-Euroserie und der Formel BMW. Ein Nachfolger von Michael Schumacher wachse dort heran, hieß es immer wieder: "Als ich sieben Jahre alt war, war Michael mein Vorbild und das ist er auch heute noch. Nur das Schumi-Poster hängt nicht mehr an der Wand."

Tränen im Regen

"Es hat doch eh jeder gesehen, wie es mir ging. Einfach sauschlecht."
Sebastian Vettel

Seinen stärksten Auftritt hatte Vettel in der vergangenen Saison beim Regenrennen in Fuji, als er jedoch auf Podiumskurs liegend mit Mark Webber kollidierte und anschließend unter dem Rennhelm seinen Tränen freien Lauf ließ. "Ich war am Boden zerstört, da kann ich auch mal weinen. Ich habe in dem Moment überhaupt nicht daran gedacht, den Helm abzunehmen. Es hat doch eh jeder gesehen, wie es mir ging. Einfach sauschlecht", gab Vettel ehrlich zu.

Der junge Nachwuchspilot glänzt im Fahrerlager durch viel Humor und eine gewisse Leichtigkeit des Seins. Das mag an seinem alternativen Berufswunsch liegen, denn wenn es mit der Motorsport-Karriere nicht funktioniert hätte, wollte der 20-Jährige Komiker werden. Zu seinem Verbal-Repertoire gehören diverse Mudarten: "Ich finde es schlimm, was mit unserer deutschen Sprache passiert. Wenn ich einen großen Milchkaffee möchte und einen 'Grande Caffe latte low fat extra shot to go' bestellen muss, dann regt mich das auf. Das ist doch total bekloppt."