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Troubles für die Streckenbetreiber in Fuji

01. März 2008 - 11:42 Uhr

Der erste japanische Grand Prix in Fuji nach 30 Jahren wird voraussichtlich eine Sammelklage von unzufriedenen Fans nach sich ziehen

Adrian Sutil
Viele Fans sahen in Fuji nichts und haben nun eine Sammelklage eingereicht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Rund 70 Personen wollen den Fuji Speedway auf weitreichendes Missmanagement beim Grand Prix von Japan verklagen. Die Kläger fordern Ticketpreis-Rückerstattungen und Schadenersatz.

Angeblich konnten die Fans weite Teile der Strecke von ihren Sitzen aus nicht einsehen oder sie kamen aufgrund der Verkehrsstaus in den zur Benützung vorgeschriebenen Shuttle Busse zu spät und verpassten so den Rennstart. Das von den Streckenbetreibern angewandte Rückerstattungssystem wurde als ungerecht bezeichnet.

Die Sammelklage richtet sich gegen die Fuji International Speedway Betriebergesellschaft und soll, nachdem sich über das Internet weitere Antragssteller gemeldet hatten, bereits kommenden April beim Tokyo District Court eingereicht werden.

Der Grand Prix von Japan wurde im vergangenen September in Oyama, in der Präfektur Shizuoka, vor 280.000 Fans abgehalten und war damit der erste Topmotorsport-Event auf dem von Toyota gebauten Kurs in Fuji in den letzte 30 Jahren. Bis 2006 fuhr die Formel 1 auf dem Suzuka Circuit in Mie, der Honda gehört.

Zahlreiche Zuseher beschwerten sich, dass sie auf den Zusatztribünen hinter den permanenten Sitzplatzreihen des Fuji Speedway das Rennen nicht gut mitverfolgen konnten. Außerdem mussten Zehntausende lange auf Shuttle Busse warten oder waren in ihren Fahrzeugen eingesperrt. Obwohl die Zufahrt zur Strecke nur für Shuttle Busse gestattet wurde, kam es zu einem Verkehrschaos.

Die Betreiber des Fuji Speedway gestanden Fehler ein und stimmten Rückerstattungen zu. 7.100 Fans bekamen 50.000 Yen für ihre 61.000 Yen-Tickets auf Sicht-eingeschränkten Plätzen zurück. Weitere 85 Personen bekamen den Gesamtpreis rückerstattet, weil sie erst nach dem Start an der Strecke eintrafen.

"Es gab noch viele andere, die ihr Geld zurückbekommen hätte sollen. Die Kriterien sind keineswegs fair. Daher wollen wir, dass das ganze Ausmaß des Schadens durch die Klage zum Vorschein kommt", so ein Sprecher der Kläger gegenüber 'asahi.com'.

Fuji soll auch in diesem Jahr den japanischen Grand Prix austragen. Das Rennen ist für Mitte Oktober angesetzt.

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