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Sutil freut sich auf Herausforderung "Fisico"

05. März 2008 - 14:06 Uhr

Adrian Sutil träumt von einer Zukunft in einem Topteam und weiß, dass er dafür erst einmal seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella besiegen muss

Adrian Sutil
Optimistischer Realist: Adrian Sutil hofft 2008 auf mehr als einen Punkt
© Force India

(Motorsport-Total.com/sid) - In seiner Premierensaison hat Adrian Sutil gleich zwei Teamkollegen verschlissen, in diesem Jahr wartet auf den 25-Jährigen aus Gräfelfing in Giancarlo Fisichella ein ganz anderes Kaliber. "Das ist wieder eine Herausforderung, und ich werde alles daransetzen, so nah wie möglich an ihm dran zu sein. Das ist auch für meine Zukunft in der Formel 1 sehr wichtig", sagte Sutil vor dem Saisonauftakt am 16. März in Australien in einem Interview, das wir heute Abend in voller Länge veröffentlichen.

Der zehn Jahre ältere Italiener bringt die Erfahrung aus 195 Grands Prix und drei Siegen mit ins jetzt unter dem Namen Force India neu aufgestellte Spyker-Team. "Wenn ich gegen Giancarlo bestehe und auch von ihm lerne, dann glaube ich, dass es für mich weitergeht in der Formel 1", meinte Sutil, der einst gemeinsam mit Shootingstar Lewis Hamilton die Formel-3-Euroserie beherrscht und 2007 erst den Niederländer Christijan Albers und danach den Japaner Sakon Yamamoto klar dominiert hat. "Ich muss ihn natürlich fordern und auf Augenhöhe mit ihm sein", sagte der Sohn eines Musikers aus Uruguay, der nichts so sehr hasst wie zu verlieren.

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Sieg gegen Fisichella ist Pflicht

"Man träumt sicher auch von einem Wechsel zu einem Topteam."
Adrian Sutil

In einem Hinterbänklerteam wie Force India muss sich Sutil daher eigene Ziele setzen, die für ihn wie Siege zählen, wie der Gewinn des Duells gegen den eigenen Teamkollegen oder die sensationelle Bestzeit im verregneten Freien Training in der vergangenen Saison in Monte Carlo. Damit hatte der Bayer, der selbst von seinem vierten bis zum zwölften Lebensjahr als Pianist Konzerte gab, so manchen Experten in der Königsklasse auf sich aufmerksam gemacht. Kein Wunder, dass im Winter bei Spekulationen über Transfers auch immer mal wieder der Name Sutil fiel.

"Natürlich fühlten wir uns geehrt, als mein Name nach nur einem Jahr in der Presse mit McLaren-Mercedes und Williams in Verbindung gebracht wurde. Man schaut sicher auch, wo es hingehen könnte und träumt sicher auch von einem Wechsel zu einem Topteam. Gespräche haben stattgefunden, aber meine Ablöse war wohl auch nicht ganz so niedrig", sagte Sutil. Enttäuscht sei er aber nicht, dass es mit einem Wechsel noch nicht geklappt hat.

Zumal er bei Force India mit einem laufenden Vertrag fest im Sattel sitzt und das Team durch die Übernahme durch den indischen Milliardär Vijay Mallya einen enormen Schub bekommen hat. "Das hat man vom ersten Tag an gemerkt. Alle sind extrem motiviert, und in Vijay Mallya ist jetzt eine richtige Führungskraft im Team. Man merkt einfach, dass das Team jetzt einen Chef hat, der mit seinem Namen für das Team steht", erklärte Sutil. Durch die bessere finanzielle Situation könne das Team zudem auch effektiver arbeiten und entwickeln.

Sutil erwartet keine Wunderdinge

"Im Team ist jeder realistisch und weiß, dass wir nicht einen großen Schritt nach vorne machen werden."
Adrian Sutil

Einen großen Sprung erwartet er dennoch zunächst noch nicht: "Im Team ist jeder realistisch und weiß, dass wir nicht einen großen Schritt nach vorne machen werden. Unser Auto wird hoffentlich besser sein als 2007, aber man muss sehen, dass die anderen Teams auch nicht schlafen", meinte Sutil.

Mittelfristig hofft er aber schon auf eine Steigerung von Force India oder einen Wechsel: "Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich in ein konkurrenzfähiges Team zu kommen, wo man um Punkte fährt, vielleicht um ein Podium", meinte Sutil. "Es sollte längerfristig um den Sieg gehen, dafür bin ich in der Formel 1."

Für 2008 würde er es als Erfolg ansehen, "wenn es am Ende mehr als ein Punkt ist". Sutil: "Man muss natürlich anvisieren, sich bietende Chancen zu nutzen. Irgendwo wird es vielleicht wieder ein Ausnahmerennen geben, dann müssen wir zur Stelle sein." Deswegen standen auch ein paar Regenrennen auf Sutils Weihnachtswunschzettel - neben einem schnellen Auto...

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