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Stuck: Die deutschen Piloten unter der Lupe

04. März 2008 - 11:13 Uhr

Hans-Joachim Stuck hat viel Freude an den deutschen Formel-1-Piloten und erhofft sich für 2008 einige Erfolgsmeldungen

Hans-Joachim Stuck
So läuft's: Hans-Joachim Stuck analysiert die deutschen Fahrer
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nick Heidfeld soll in die Mitte des Podiums, Nico Rosberg gelegentlich in die Nähe davon, Timo Glock den Aufwärtstrend bei Toyota einleiten, Sebastian Vettel und Adrian Sutil Werbung in eigener Sache betreiben - so stellt sich Hans-Joachim Stuck die Aufgabenliste der fünf Grand-Prix-Piloten aus Deutschland vor. Gegenüber 'eurosport.yahoo.de' analysierte der 57-jährige ihre jeweiligen Ausgangspositionen und möglichen Zielsetzungen für 2008.

"2008 ist für das BMW Sauber F1 Team das Jahr der Bewährung", so Stuck. "Es gibt keine Ausreden mehr, es müssen Rennen gewonnen werden." Die logische Fortführung der bisherigen Formkurve führe den Rennstall auf das oberste Stockerl, auch wenn man in den Wintertestfahrten Ferrari und McLaren noch etwas hinterherhinkte. "Ich bin überzeugt davon, dass es dem Vorstand nicht reicht, wenn man nur ein Rennen gewinnt", präzisierte der ehemalige Formel-1-Pilot und gab somit die Marschrichtung für Nick Heidfeld vor.

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Heidfeld und Rosberg auf Podiumskurs

Der bestplatzierte Deutsche aus dem Vorjahr müsse auf ein gutes Auto hoffen und hätte mit einem schnellen Boliden alle Chancen, seinen ersten Sieg zu landen. "Wenn das BMW Sauber F1 Team es rechtzeitig schafft, alle Probleme in den Griff zu bekommen, dann ist er ganz vorne mit dabei", ist sich Strietzel sicher. An Konkurrenz mangelt es freilich nicht, steht doch mit Nico Rosberg ein schneller Nachwuchsfahrer unmittelbar auf der Matte.

"Williams ist gut aufgestellt."
Hans-Joachim Stuck

"Williams ist gut aufgestellt", urteilte Stuck über den britischen Traditionsrennstall. "Wenn sie finanziell wieder eine gute Basis haben, muss man bei Williams auf jeden Fall mit vorderen Plätzen rechnen." Außerdem finde er gut, dass Rosberg bei Williams geblieben und nicht dem Ruf des Geldes Richtung Silber gefolgt sei. Denn 2008 habe er eine gute Chance, "noch ein zusätzliches Lernjahr einzulegen", um dann 2009 richtig durchstarten zu können.

Devise: Talent zeigen und sich im Feld beweisen

GP2-Meister Timo Glock ist als Arbeitstier bekannt und deshalb vielleicht genau der richtige Mann für Toyota. Seit dem Formel-1-Einstieg 2002 blieben die von den Japanern anvisierten Ziele stets unerfüllt und entsprechend ungeduldig wird die Konzernführung. "Im Bereich des Piloten ist Timo momentan der Einzige, der das Team so nach vorne bringen kann, dass Toyota endlich Erfolg hat" analysierte Stuck. "Timo würde sogar auf der Werkbank schlafen, damit das Team besser wird."

Bei Toro Rosso sieht Stuck eine hervorragende Basis und nicht zuletzt dank Adrian Newey auch ein brauchbares Fahrzeug: "Das neue Auto hatte einen großen Anteil daran, dass das Team einen Schritt nach vorne gemacht hat." Sebastian Vettel hätte sich allerdings auch fahrerisch gut in Szene gesetzt, unter anderem beim China-Grand-Prix mit einem tollen vierten Platz. Ein Aufwärtstrend sei also durchaus erkennbar.

Dieser sei auch bei Force India vorhanden, steht das Team um Adrian Sutil in dieser Saison wieder einmal auf soliden Budget-Beinen. "Saumäßig schnell" sei Sutil auf alle Fälle, entscheidend für seine Performance werde wohl wieder das Material sein, so Stuck abschließend. "Fahrerisch ist das kein Thema, Adrian kann das."

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