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Streckenerkundung mit Alex Wurz

11. März 2008 - 16:20 Uhr

Honda-Testfahrer Alexander Wurz über den Kurs im Albert Park, wo an diesem Wochenende der Saisonauftakt der Formel 1 steigt

Alexander Wurz
Alex Wurz war als Stammpilot schon öfters in Melbourne unterwegs
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich wollte Alexander Wurz seinen Helm nach dem Rennen in China an den Nagel hängen, entschied sich aber dann doch für die Rolle des Testpiloten bei Honda. Der Österreicher reist als dritter Fahrer nach Melbourne und muss für den Fall der Fälle gerüstet sein, sollte ein Stammfahrer ausfallen. Besonders wichtig ist daher, dass auch Wurz sich genau mit der Strecke im Albert Park auskennt.

"Ich mag die Australier, sie sind freundlich und offen - und sie lieben den Grand Prix in ihrer Stadt", so Wurz. Das Rennen findet rund um den Albert Park statt, der teilweise vom normalen Straßenverkehr befahren wird, aber auch permanente Rennstreckenpassagen beinhaltet. Einmalig im Jahreskalender ist das Gastspiel der Rennfahrer im Park, sodass die Strecke ein nur sehr geringes Gripniveau aufweist.

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"Die Strecke ist für gewöhnlich im Rennen vier bis fünf Sekunden schneller als im Freien Training", weiß Wurz, denn das mache es für die Piloten nicht gerade leicht, sich auf die wechselnden Bedingungen einzustellen. "Es ist ziemlich schwierig, hier die Kontrolle zu bewahren." Mit Highspeed kommen die Fahrer die Zielgerade angeflogen, ehe schon die erste Schikane in Sichtweite kommt.

"Du steuerst die erste Kurve im siebten Gang an, mit rund 300 km/h."
Alex Wurz

"Du steuerst die erste Kurve im siebten Gang an, mit rund 300 km/h", ergänzte Wurz und fügte an, dass die holprige Bremszone eine zusätzliche Schwierigkeit darstelle. "Fließend" werden daraufhin die drei folgenden Kurven genommen, bevor Kurve sechs ein wirklich gut abgestimmtes Auto verlangt.

"Kurve sechs sollte beinahe voll gehen, bevor du dann in die Eisen steigst für die Schikane", erläuterte der ehemalige Williams-Pilot. "Es folgt eine langgezogene Rechtskurve, ehe du eine weitere langsame Schikane erreichst. Doch da bist du schnell wieder am Gas und powerst am See vorbei, durch eine lange und unebene Linkskurve."

"Das ist ein wirklich schöner Teil der Strecke, wir durchfahren diese Stelle mit etwa 220 km/h", schwärmte Wurz und bezog sich dabei auf die Kurven elf und zwölf. "Dabei wird das Heck etwas leicht, dem Auto wird ordentlich was abverlangt und das hält dich mit Sicherheit wach im Cockpit! Im letzten Sektor kannst du schließlich eine Menge Zeit gutmachen. In der vorletzten Kurve musst du den Bremspunkt gut erwischen, dann aus der letzten Kurve den Speed auf die Gerade mitnehmen."