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Stewart: "Die Zuverlässigkeit ist immer der Knackpunkt"

14. März 2008 - 06:29 Uhr

Der Schotte im 'Motorsport-Total.com'-Interview über das erste offizielle Kräftemessen der Saison und die Folgen der Abschaffung der Fahrhilfen

Jackie Stewart begrüßt die Abschaffung der elektronischen Fahrhilfen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Ganz schön heiß hier, oder?"
Jackie Stewart: "Ja, es ist in der Tat sehr warm. Es ist ziemlich hart, die Luft ist feucht und es ist bedeckt, zuvor war der Himmel noch wolkenfrei. Ich war noch nie in Melbourne, wenn es das ganze Wochenende über heiß war, und ich war auch noch nie in Melbourne, ohne dass es die ganze Zeit über nicht geregnet hätte. Lasst uns hoffen, dass es trocken bleiben wird."

"Dass der erste Grand Prix bei dieser Hitze stattfindet, ist ein Problem, denn die Autos sind bisher noch nicht unter solchen klimatischen Bedingungen ausprobiert worden. Aber die Bedingungen sind für alle gleich und die Fahrer sind fit genug, um der Arbeit nachzugehen. Aber es ist dennoch sehr ermüdend."

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"Ich war davon ausgegangen, dass Ferrari die Nase leicht vorn haben wird."
Jackie Stewart

Frage: "Wie fällt Ihre Analyse des ersten Trainingstags aus?"
Stewart: "Ich war davon ausgegangen, dass Ferrari die Nase leicht vorn haben wird. Nun hat aber McLaren einen kleinen Vorteil. Lewis Hamilton fuhr heute eine fantastische letzte Runde im Freien Training. Mark Webber war außergewöhnlich, er hat es auf den zweiten Platz geschafft. Ich gehe davon aus, dass er sehr wenig Benzin drin und neue Reifen drauf hatte, aber das hätte jeder andere auch so machen können."

"Aber ich denke, dass Ferrari etwas stärker ist, denn ich glaube, dass Kimi Räikkönen näher an der Spitze hätte dran sein können. Massa hat gute Arbeit geleistet, hatte aber in einer Runde sogar zwei Fehler. Ich denke, dass es ziemlich offen ist. Die Zuverlässigkeit ist in den ersten Rennen einer Saison immer der Knackpunkt. Das Rennen wird also eine völlig andere Angelegenheit als das Rennen."

"Ich bin mir nicht sicher, ob sie dies schaffen werden."
Jackie Stewart

Frage: "Was denken Sie über BMW?"
Stewart: "BMW war ganz gut unterwegs. Ich war davon ausgegangen, dass sie dieses Jahr vielleicht nicht ganz so gut sind, denn die Erwartung ist, dass sie nicht ganz vorn dabei sind, aber die Lücke auf McLaren und Ferrari schließen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie dies schaffen werden, auch wenn beide Fahrer am ersten Trainingstag gut unterwegs waren. Aber man muss ein Auge auf sie haben."

Frage: "Was ist mit Fernando Alonso?"
Stewart: "Nun, Fernando ist ein extrem talentierter Fahrer. Ob das Auto gut genug ist, um vorne mitzumischen, wird erst die Zeit zeigen. Aber er ist gut, ich schätze ihn sehr hoch ein. Es ist ein sehr gut ausbalanciertes Team, sie betreiben das Geschäft sehr ernsthaft. Aber im Moment sehe ich nicht, dass sie Gegner von McLaren und Ferrari sind."

Frage: "Wie lautet Ihre Meinung über die Abschaffung der Traktionskontrolle?"
Stewart: "Das ist eine gute Sache. Der Fahrer wird dadurch deutlich in den Vordergrund gerückt. Wir haben schon heute gesehen, dass viele Fahrer von der Strecke gerutscht sind oder Übersteuern hatten."

"Die Traktionskontrolle in der Beschleunigungsphase war die eine Sache, aber sie war auch in der Bremsphase in Bezug auf die Motorbremse eine gute Sache. Nun dreht sich alles um die Bremsen. Ein Fahrer muss beim Bremsen einfühlsamer vorgehen als bisher. Und viele Fahrer sind zuvor noch nie mit über 700 PS und ohne Fahrhilfen gefahren."

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