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Safety-Car-Regeln weiter im Fokus

21. März 2008 - 15:25 Uhr

Richtig zufrieden ist niemand mit den neuen Safety-Car-Regeln, ein Ersatz wird auch kommen - der Findungsprozess dafür dauert aber noch an

Safety-Car
Regeländerungen bei Einsätzen des Safety-Cars konnten noch 2008 kommen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die neuen Regeln bei Safety-Car-Einsätzen sollte die Hektik aus den Rennphasen heraushalten, wenn das Safety-Car auf die Strecke geht. Des Weiteren wollte man das Feld beruhigen, indem man einführte, dass sich erst alle Autos hinter dem Safety-Car einreihen müssen, ehe die Boxengasse für Stopps geöffnet wird. Wenn man aber tanken muss - wie Rubens Barrichello in Australien - wird man bei dieser Konstellation zusätzlich auch noch bestraft.

Nach dem Rennen in Melbourne kochte die Kritik an den neuen Regeln hoch. "Das kann eine WM entscheiden", wird Ferraris Technikdirektor Aldo Costa vom 'auto, motor und sport' zitiert. "Das ist ein reines Lotteriespiel." Den umgedrehten Fall erlebte Sébastien Bourdais: Gerade als er an der Einfahrt zur Boxengasse entlangfuhr, schaltete man die Ampel auf Grün. Sofort holte man den Franzosen zur Box, der damit Positionen gutmachen konnte.

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Einen wahrhaftigen Fan haben die neuen Regeln im Formel-1-Kreis wohl nicht. "Ich glaube, dass wir uns alle beschweren können", fasste es McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh zusammen. Doch wilde Kritik sei nicht zielführend. "Es liegt an uns, mit etwas Besserem zu kommen. Tatsache war, dass bevor die Boxengasse geschlossen wurde, die Fahrer unter gefährlichen Bedingungen zur Box fuhren." Das war gut für den Sport, aber eben zu gefährlich.

Auch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen äußerte sich in ähnlicher Weise. "Soweit ich weiß, ist niemand wirklich mit der jetzigen Situation zufrieden", erklärte er. "Es gibt Diskussionen zwischen Charlie (Whiting, FIA-Rennleiter; Anm. d. Red.) und den Teammanagern. Und es wird weitere Diskussionen geben."

"Wir müssen dabei etwas Besseres vorschlagen", konkretisierte Whitmarsh. "Die FIA ist da offen. Es muss etwas sein, das die Safety-Car-Phase nicht mehr zu solch einer Lotterie macht - auch wenn einige einwerfen werden, dass es für den Sport gut ist. Aber zu viel sollte es eben auch nicht sein. Und es muss sicher sein."

Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger hat ebenfalls Vertrauen in die "Selbstheilungskräfte" der Formel 1. Wenn etwas nicht richtig funktioniere, "sieht sich Charlie das ohnehin an, auch die Teammanager", erklärte er. "Sie setzen sich zusammen und ändern es so, dass es für den Sport gut ist. Dieser Prozess findet gerade statt."

Einen Vorschlag, in welche Richtung es gehen könnte, brachte Ross Brawn auf den Tisch. Die Boxengasse bleibt geöffnet, dennoch dürfen die Fahrer nicht in gefährdender Weise an die Box fahren. "Man könnte zum Beispiel anhand der Sektorzeiten, feststellen, ob ein Fahrer zu schnell war. Das macht man ja auch so, wenn gelbe Flaggen gezeigt werden", wird der Honda-Teamchef von 'auto, motor und sport' zitiert.

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