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Rosberg: "Versuche, den Ball flach zu halten"

20. März 2008 - 12:06 Uhr

Nico Rosberg schwebt nach seinem ersten Podestplatz immer noch auf Wolke sieben und enthüllt, wie kritisch sein Vater Keke reagiert hat

Nico Rosberg
Nico Rosberg bleibt dabei: Nick Heidfeld hat in Melbourne den Fehler gemacht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Frage: "Nico, Mercedes, BMW, dazu zwei deutsche Fahrer beim Auftakt in Melbourne auf dem Podest - wird die Formel Deutsch in Malaysia fortgesetzt?"
Nico Rosberg: "Na klar, die deutsche Welle wird auf jeden Fall weitergehen. Vor allem Nick (Heidfeld; Anm. d. Red.) und ich sind ja nicht weit voneinander entfernt."

Frage: "Wer gewinnt die nächste Runde im Duell um die deutsche Nummer eins, wieder Nick Heidfeld oder du?"
Rosberg: "Leider wird es so sein, dass er vor mir ist, weil wir einfach noch nicht so weit sind. Aber ich glaube, wir können die schon ein bisschen ärgern."

Rosberg beharrt auf seinem Standpunkt

"Das kann man gar nicht anders sehen."
Nico Rosberg

Frage: "Zwischen Nick Heidfeld und dir gab es in Melbourne eine ganz brenzlige Situation beim Boxenstopp. Dein deutscher Kollege hat eine andere Meinung über diese Szene..."
Rosberg: "Das kann man gar nicht anders sehen. Nick kommt aus der Box raus, und wenn ich nicht bremse, sind wir beide aus dem Rennen. Das ist ein Fakt. Er hätte da einfach Platz lassen müssen, das muss ihm aber sein Team sagen, denn er sieht mich nicht."

Frage: "Was fehlt Williams noch zum BMW Sauber F1 Team?"
Rosberg: "Bei uns gibt es noch einige Entwicklungen in diesem Jahr. Ich hoffe, dass wir aufschließen können und je nach Strecke auch mal vor BMW liegen."

Frage: "Hättest du damit gerechnet, schon im ersten Rennen des Jahres deinen ersten Podestplatz zu erreichen?"
Rosberg: "Nein, absolut nicht. Vor dem Rennen habe ich gedacht, dass wir Siebenter oder Achter werden, also ein paar Punkte mitnehmen. Man darf nicht vergessen, dass sechs Autos vor uns schneller sind. Und ich kann nicht davon ausgehen, dass immer vier davon ausfallen."

Frage: "Wie wichtig ist es dir, die deutsche Nummer eins zu sein?"
Rosberg: "Natürlich möchte ich bester deutscher Formel-1-Fahrer sein, Deutschland ist schließlich ein riesengroßer Markt. Da gibt es jetzt auch eine Lücke, nachdem beide Schumachers nicht mehr fahren."

Frage: "Wie ist die Stimmung im Team nach diesem super Start?"
Rosberg: "Man spürt den Aufschwung im ganzen Team, die Euphorie und die Motivation. Ich habe nur Angst, dass es ein bisschen zu viel ist, denn das kann auch schnell nach hinten losgehen. Daher versuche ich, den Ball flach zu halten."

Mehr Konstanz ist das nächste Ziel

"Das nächste Ziel ist, ein konstantes Auto zu bekommen."
Nico Rosberg

Frage: "Du hast dein Saisonziel, den ersten Podestplatz, gleich im ersten Rennen erreicht. Was kann da noch kommen?"
Rosberg: "Das ist fantastisch, ein großer Schritt, den ich so schnell nicht erwartet habe. Das nächste Ziel ist, ein konstantes Auto zu bekommen, um aus eigener Kraft den Sprung aufs Podest zu schaffen."

Frage: "Und was ist mit dem WM-Titel?"
Rosberg: "Klar will ich irgendwann auch mal Weltmeister werden, dafür fahre ich in der Formel 1. Das wird aber wohl noch eine Weile dauern, bis ich das Auto dazu habe."

Frage: "Was hat dein Vater Keke, der 1982 mit Williams die Weltmeisterschaft gewonnen hat, zu deinem tollen dritten Platz gesagt?"
Rosberg: "Ganz ehrlich? 'Du hättest auch Zweiter werden können', das waren seine Worte. Aber er hat sich auch sehr gefreut. Ich weiß, dass nur eine Zehntelsekunde gefehlt hat, um vor Nick aus der Box zu kommen. Klar sagt man sich hinterher, das kannst du locker irgendwo rausholen, was ist schon ein Zehntel."

"Aber ich muss sagen, dass ich das komplett anders sehe als mein Vater. Das war das erste Rennen des Jahres, und ich bin es so angegangen, dass ich ins Ziel komme. Da wollte ich keine übermütigen Sachen machen, genau das wäre aber nötig gewesen, um Nick zu schlagen."

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