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Rosberg: "Rang drei ist nicht realistisch"

06. März 2008 - 12:33 Uhr

Nico Rosberg relativiert die Saisonerwartungen für das Williams-Team: "Im Mittelfeld wird es irrsinnig eng"

Nico Rosberg Williams
Nico Rosberg rechnet mit einem engen Kampf im Formel-1-Mittelfeld
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nico Rosberg zählt nach den Wintertests zu der kleinen Gruppe von Formel-1-Piloten, die möglicherweise in einigen Rennen die beiden Topteams Ferrari und McLaren-Mercedes gefährlich nahe kommen könnte. Williams-Teilhaber Patrick Head hatte kürzlich beschrieben, dass er gar enttäuscht sei, falls man die beiden Favoritenteams zwischendurch nicht mal ärgern könnte. Einsatzpilot Rosberg relativiert diese Kampfansage jedoch leicht.

"Testfahrten sind Testfahrten. Ich glaube, in diesem Mittelfeld wird es irrsinnig eng", sagte der 22-Jährige gegenüber 'Motorsport-aktuell.com'. Und weiter: "Du kannst dich auf Rang sechs wieder finden oder bist auf einmal nur auf Platz 13." Man dürfe nicht erwarten, dass sich zum Beispiel das BMW Sauber F1 Team im Rückwärtsgang befände, so der deutsche Nachwuchspilot. Allerdings habe man im Williams-Team gut über den Winter gearbeitet, vor allem an der Aerodynamik des neuen FW30.

Williams langsam auf dem Vormarsch

Williams möchte in seiner Jubiläums-Saison einen Sprung nach vorne machen und gerade deswegen hatte man Rosberg trotz lukrativer Abwerbeversuche nicht zum Konkurrenten McLaren-Mercedes ziehen lassen. "Frank (Williams; Anm. D. Red.) ist es nie in den Sinn gekommen, meinen Vertrag zu verkaufen. Das finde ich positiv", so der Weltmeistersohn. Es sei ein Kompliment für seine Fähigkeiten und ein Beweis der engen Zusammenarbeit im Team.

Nico Rosberg
Nico Rosberg hat bei den Testfahrten mit dem neuen Williams FW30 überzeugt
© xpb.cc

"Es zeigt mir, wie hungrig er ist, sein Team wieder an die Spitze zu führen. Und es zeigt auch, dass er das Geld nicht braucht. Ich halte die finanzielle Situation von Williams für ziemlich gesund", so der 22-Jährige. Williams ist eines der letzten privaten Formel-1-Teams. Erst vor wenigen Tagen hatte die Mannschaft gleich mehrere Abschlüsse mit neuen Sponsoren verkündet, bereits bestehende Verträge wurden zum Teil verlängert und das Engagement eines Geldgebers sogar erweitert.

Hoffnungen auf das Jahr 2009

Der Williams-Teamchef hatte kürzlich Podestplatzierungen als klare Zielsetzung der neuen Saison ausgegeben. Rosberg dazu: "So weit würde ich nicht gehen. Da wäre ich etwas vorsichtiger. Es bringt doch nichts, darüber zu sprechen. Klar ist das ein Ziel, aber realistisch müssen wir auf Ausfälle der Topteams hoffen, um das zu erreichen." In der aktuellen Formel-1-Hackordnung habe man sich aber im Vergleich zum vergangenen Jahr um mindestens einen Platz verbessert, denn an Renault habe man vorbei ziehen können, so die Einschätzung des Deutschen.

Rosberg setzt größere Hoffnungen auf das nächste Jahr. Durch die deutlich veränderten Technikregeln der Formel 1 im Jahr 2009 könne man auch deutlicher profitieren: "Ich halte 2009 für eine große Chance, auch für Williams. Dieser Rennstall will wieder Rennen gewinnen, also müssen wir bereits heute an 2009 arbeiten."