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Rivola sieht neue Probleme bei Nachtrennen

28. März 2008 - 14:21 Uhr

Toro-Rosso-Teammanager Massimo Rivola hat nach seinem Besuch beim MotoGP-Nachtrennen in Katar neue Zweifel: "Wir bräuchten mehr Tests"

Singapore
Formel-1-Nachtrennen in Singapur: Wirklich alles im rechten Licht?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Massimo Rivola ist als einer von wenigen Mitgliedern des Formel-1-Zirkus beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar gewesen, um sich vor Ort ein Bild vom Ablauf und den Besonderheiten eines Nachtrennens zu machen. Der Besuch Toro-Rosso-Teammanagers könnte dem Grand-Prix-Sport wichtige Hinweise vor dem ersten Nachtrennen der Formel 1 im September in Singapur liefern, denn Rivola stellte in Katar mögliche neue Problemfelder fest.

"Die Fahrer dort hatten anfangs echte Probleme mit dem Schatten. Sie hatten häufiger das Gefühl, überholt zu werden, dabei war es nur ihr eigener Schatten", beschrieb der Italiener ein Kuriosum aus der Katar-Nacht gegenüber 'autosport.com'. Und weiter: "Andere Piloten sagten, sie hätten die saubere von der schmutzigen Linie kaum unterscheiden können, weil das Licht alles in gleicher Farbe erscheinen ließ. Und nicht zuletzt war es wohl auch schwieriger, Distanzen einzuschätzen."

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Diese Details, die erst bei der Veranstaltung in Katar aufgefallen waren, könnten auch beim ersten Formel-1-Nachtrennen in Singapur zum Problem werden. Zwar hätten sich die meisten Motorrad-Piloten schnell an die veränderten Verhältnisse gewöhnt, aber die MotoGP habe auch mehr Tests bei Nacht gefahren: "Außerdem kommt noch hinzu, dass es in Katar keine klassischen Tribünen gibt. Die wird es aber in Singapur geben und wir müssen mal sehen, wie sich das auswirken wird."

Blendfaktor Rückspiegel?

"Hinzu kommt noch, dass Formel-1-Autos Rückspiegel haben und Motorräder nicht. Es war in Katar so, dass dort eine riesige Lichtquelle von oben herab schien und in tieferen Streckenpassagen kam das Licht von hinten. Für die MotoGP-Fahrer war das kein Problem, aber wir haben ja Rückspiegel. Ich weiß nicht, ob das ein Problem werden könnte", so Rivola, der nach seinem Katar-Besuch neue Zweifel an der Durchführung eines Nachtrennens verspürte.

Der Italiener wünscht sich mehr nächtliche Trainingsmöglichkeiten für die Formel-1-Teams, zumindest aber eine Verschiebung der freien Trainings auf den späteren Abend. Eine entsprechende Anfrage habe er bei Rennleiter Charlie Whiting bereits deponiert, nun erhoffe er sich die Unterstützung weiterer Teams: "Zu Anfang war ich zwar nicht so ganz entspannt, aber auch nicht wirklich irritiert. Nachdem ich jetzt in Katar einige Zeit verbracht habe, muss ich sagen, dass ich nicht zu 100 Prozent überzeugt bin."

"Es geht mir um die Sicherheit der Fahrer und es geht mir ganz bestimmt nicht um die nächtliche Arbeit, die auf uns zukommt. Die Sicherheitsaspekte müssen wir definitiv noch genauer betrachten", so Rivola. Der Toro-Rosso-Teammanager sieht keine Probleme bei den ungewöhnlichen Arbeitszeiten bei einem Nachtrennen. Man müsse eben dann tagsüber mehr ruhen, einzig am Freitag könne es wegen der vielen Arbeit zum Auftakt des Wochenendes etwas stressig werden.

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