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Renault-Piloten philosophieren über die Fahrhilfen

01. März 2008 - 12:46 Uhr

Fernando Alonso und Nelson Piquet jr. sehen durch den Verlust der elektronischen Fahrhilfen auf die Piloten einige Probleme zukommen

Fernando Alonso
Alonso sieht ohne Fahrhilfen einige Probleme auf die Piloten zukommen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die wohl größte Umstellung auf die neue Saison hin ist das Verbot der Traktionskontrolle (TC) und der Motorbremse (EBS). Doppelweltmeister Fernando Alonso und sein Renault-Teamkollege Nelson Piquet Jr. legen aber eine unterschiedliche Gewichtung.

Für Alonso fällt das Fehlen der Traktionskontrolle besonders in den langsamen Kurven auf. "Da würde die Traktionskontrolle einsetzen und man könnte Vollgasgeben. Nun muss man viel vorsichtiger agieren, denn sonst drehen die Räder durch", so der Doppelweltmeister im Gespräch mit 'formula1.com'

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Sollte dieser Fall eintreten, so der Spanier, könne man das aufgrund des Fehlens der TC "nicht mehr stoppen, auch wenn man vom Gas geht. Die Umdrehungen steigen und man hat mehr Drehmoment, wodurch die Räder weiter drehen." Das Vermeiden durchdrehender Räder ist also die Grundvoraussetzung für eine gute Runde, so Alonso.

Der Renault-Star erklärte, dass sich ohne Traktionskontrolle das Fahrverhalten des Rennwagens verändert hat. "Früher gab es mehr Untersteuern am Kurvenausgang. Nun übersteuern die Wagen bereits am Scheitelpunkt der Kurve und rutschen, was wiederum die Linienwahl stark beeinflusst."

Durch die neuen Regeln ist auch die Motorbremse (EBS) nicht mehr gestattet, wodurch die Hinterreifen schneller blockieren und Instabilität beim harten Anbremsen bewirken können. Für Piquet jr. ist das der entscheidendere Unterschied.

"Der größte Unterschied ist nicht der Verlust der Traktionskontrolle, sondern das Fehlen der Motorbremse, besonders bei angefahrenen Reifen. Wenn man auf die Telemetrie schaut, sieht man, dass die Bremskraft nun viel geringer ist. Mit dem EBS konnte man viel härter bremsen - nun würde man lediglich die Reifen blockieren."

Alonso pflichtet seinem Teamkollegen bei und unterstreicht die Wichtigkeit des Setups. "Ohne EBS blockieren einem leicht die Räder, wenn man von 300 km/h herunterbremst. Man muss sein Setup an diesen Verlust anpassen und es liegt am Fahrer das zu meistern. Aber ich bin sicher, dass wir gegen Saisonmitte vergessen haben, wie es mit den Hilfen war."