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Piquet und der Schneeballeffekt

15. März 2008 - 10:28 Uhr

Nelson Piquet Jr. kam auch am Samstag kaum auf Touren und zeigte sich nach dem Qualifying ernüchtert - vor Renault liege ein "sehr, sehr schweres Jahr"

Nelson Piquet Jr.
Nelson Piquet Jr. ist der Illusionen bereits beraubt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Neulinge bei Renault scheinen es in Melbourne besonders schwer zu haben. Schon im Vorjahr legte Heikki Kovalainen ein Debüt hin, das seinen Teamchef Flavio Briatore zu einigen unsanften Worten hinriss. Nun erwischte es Nelson Piquet Jr., der schon am Einzug in das zweite Qualifying scheiterte. "Es ist wirklich schwer", so sein erstes Fazit nach zwei Tagen Grand-Prix-Dasein.

"Während der Wochenenden passiert alles so schnell. Man hat nicht viel Zeit, über alles nachzudenken. Es ist mein erstes Wochenende und ich gewöhne mich noch an alles. Immerhin das Lernen verläuft gut", wird er von 'autosport.com' zitiert. Auf der Strecke lief es dagegen überhaupt nicht.

Im ersten Qualifyingsegment war er gerade auf seiner zweiten Runde, als sich Adrian Sutil drehte und die folgenden gelben Flaggen die Konkurrenz einbremsten. "Ich glaube, wenn ich am gesamten Freitag und am Samstagmorgen hätte fahren können, dann wäre mein erster Versuch im Qualifying schon schneller gewesen", fuhr er fort. Doch am Freitag sorgte er mit einem Dreher selbst für die Auszeit.

Der auf ihm lastende Druck jedenfalls sei nicht schuld an der bisher so glück- und erfolglosen Vorstellung. "Wenn man ein gutes Auto hat, in den richtigen Bedingungen steckt und das Team an der Spitze fährt, ist es immer einfacher", so Piquet. "Vorn kämpfen nur vier Autos um den Sieg, in unserer Gruppe sind es acht Autos."

Grundlagenfehler bei der Behandlung von Neulingen erkennt er bei Renault nicht. "Formel-1-Wochenenden sind anders, aber auch ein GP2-Wochenende kann hektisch sein, weil man noch weniger Zeit hat", erklärte er. "Es geht darum, dass man sich daran gewöhnt. Wenn man es richtig hinbekommt, dann klappt es. Es ist eben einfach nicht das richtige Wochenende dafür."

Immerhin tröstet ihn der Blick auf die Zeitenliste, denn auch Fernando Alonso gelang kein großer Wurf. "Glücklicher macht das einen aber auch nicht", gab er zu Protokoll. "Wenn er noch schneller gewesen wäre, dann wäre das besser. Das würde bedeuten, dass wir in schnelleres Auto haben. Aber so beweist es einfach nur, dass ein sehr, sehr schweres Jahr vor uns liegt."