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Melbournes Zukunft: Zeit ist bekanntlich Geld...

14. März 2008 - 14:36 Uhr

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bleibt hart und fordert ein Flutlichtrennen im Albert Park von Melbourne, im Gegenzug will er einen Preisnachlass gewähren

Bernie Ecclestone
Ecclestone bleibt hart und fordert: "Licht aus, Spot an in Melbourne"
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Zukunft des Großen Preises von Australien ist nach wie vor ungeklärt. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone fordert die Verlegung des Starts in die Abendstunden. Unter Flutlicht gestartet sollen sich die Fans in Europa zu angenehmeren Zeiten einschalten können.

In Melbourne schreckt man jedoch vor den Zusatzkosten zurück, schließlich ist der Event schon jetzt defizitär. Prompt melden sich andere Rennstreckenbetreiber zu Wort, unter anderem brachte sich jüngst Eastern Creek ins Gespräch.

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Nun zeigt sich Ecclestone einem Bericht der australischen Tageszeitung 'The Age' zufolge gewillt, weniger Geld für die Austragungsrechte zu verlangen - wenn im Gegenzug aus dem Rennen im Albert Park ein Flutlichtrennen wird. Den Gebühren-Rabatt würde Ecclestone spielend durch die dann besseren Einschaltquoten im Fernsehen wieder wettmachen können.

Ecclestone kann es nicht spät genug sein

Schon dieses Jahr gibt es eine Verschiebung des Starts von der üblichen lokalen Uhrzeit 14 Uhr auf 15:30 Uhr. Damit dürfen die Fans in Deutschland den Wecker um anderthalb Stunden auf immer noch frühe 5:30 Uhr stellen.

Ecclestone, der mit den Veranstaltern einen Vertrag bis 2010 besitzt, will aber nur dann einen Preisnachlass gewähren, wenn ab 2009 die Lichter angehen. "Ein 17-Uhr-Kompromiss wird nicht ausreichen. Er will 19 Uhr, wenn er das nicht bekommt, wird das Rennen umziehen", wird Jean-Christophe Babin, Präsident von 'TAG Heuer' und Ecclestone-Freund, zitiert.

In einem Land, in dem Energiesparlampen vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden, ist es jedoch schwierig, ein Flutlichtrennen zu veranstalten. Aus Umweltschutzgründen würde es eine Sondergenehmigung benötigen, um das Rennen später als 17 Uhr starten zu können: "Es geht darum, Australien auf der Weltkarte zu platzieren. Ich denke, dass Bernie bereit wäre, mit den Behörden in Melbourne zu verhandeln, wenn sie bereit sind, bei der wichtigen Startzeit einen Kompromiss einzugehen."

Fahrer sprechen sich für Verbleib des Rennens aus

Sollte die Formel 1 Australien den Rücken zuwenden, wäre natürlich nicht nur Lokalmatador Mark Webber enttäuscht: "Wir sind 1985 in Adelaide gestartet und hatten seitdem in jedem Jahr einen Grand Prix, das ist ein sehr, sehr guter Lauf für uns."

"Es gibt viele historische Momente und besondere Fahrer, die hier hergekommen sind, und Rennen fuhren. Das sollten wir berücksichtigen. Egal, ob es einen Australier in der Startaufstellung gibt oder nicht, wir sollten alles unternehmen, um das Rennen zu behalten."

Die Anreise sei zwar für alle sehr beschwerlich, dafür sind die Arbeitsbedingungen an der Strecke in Webbers Augen für alle Beteiligten "sehr, sehr gut". "Zudem ist es eine sichere Stadt, was immer nützlich ist, denn nicht alle Städte, in die wir reisen, sind sehr sicher. Wir können einfach hierher kommen und uns entspannen. Ich hoffe, dass wir weiterhin herkommen werden."

Auch Giancarlo Fisichella spricht sich klar für einen Verbleib des Rennens aus: "Ich mag dieses Land wirklich. Hier herrscht eine fantastische Atmosphäre und ich habe tolle Erinnerungen an Melbourne. An mein erstes Rennen 1996 und meinen Sieg 2005. Es gibt hier sehr gute Restaurants, es wäre also schön, das Rennen behalten zu können."

"Für mich ist es großartig. Ich stamme aus Finnland und bekomme hier endlich etwas Sonnenbräune", meint Heikki Kovalainen. "Abgesehen davon ist es mir gleich, wo der Saisonstart stattfindet. Es ist jedoch ein großartiges Land. Ich habe es immer gemocht, nach Australien zu kommen. Ich hoffe aus diesem Grund, dass wir das Rennen in Australien behalten können. Ob das am Saisonstart oder am -ende ist, ist für mich keine große Angelegenheit."