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Melbourne-Zukunft: Klärung im Herbst?

17. März 2008 - 13:02 Uhr

Im Streit um die Zukunft des Melbourne-Grand-Prix zeichnet sich für den Herbst dieses Jahres eine Kompromiss-Lösung ab

Australien
Wann wird über die Zukunft des Rennens im Albert Park entschieden?
© Force India

(Motorsport-Total.com) - Das traditionelle Saisonauftakt-Rennen in Melbourne ist bei australischen Fans beliebt, denn die Organisatoren verstehen es bestens, aus dem Grand-Prix-Renen eine Mega-Party zu machen. Doch während im Albert Park die Riesenfete steigt, müssen sich Jahr für Jahr die europäischen Zuschauer die Müdigkeit mühsam aus den Augen reiben, um das erste Formel-1-Rennen des Jahres wachsam verfolgen zu können.

Bernie Ecclestone versucht seit vielen Wochen die Veranstalter des Melbourne-Grand-Prix zur Verschiebung in die Nachtstunden zu bewegen. Nicht nur, um den europäischen Fans mehr Schlaf zu gönnen, sondern um durch verbesserte TV-Sendezeiten höheren Profit einzufahren. In den vergangenen Tagen hatte Streckenchef Ron Walker bereits eine Verschiebung der Startzeit auf 17 Uhr Ortszeit in Aussicht gestellt, doch dieser Vorschlag ging Ecclestone nicht weit genug.

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Der Formel-1-Boss hatte zuletzt mit aller Härte auf ein Nachtrennen gepocht, um die Zukunft des Rennens nach Vertragsablauf im Jahr 2010 zu sichern. Doch nach dem Grand Prix am Sonntag scheint sich Ecclestone etwas kompromissbereiter zu zeigen, denn Walker erklärte der australischen Zeitung 'The Age': "Wir sind nahe an einem Kompromiss." Nach wie vor wird jedoch noch um eine höhere finanzielle Unterstützung durch die Regierung des Bundesstaates Victoria gekämpft.

Der Premierminister der Region, John Brumby, erklärte am Sonntag: "Ich denke, dass wir im Frühling eine definitive Entscheidung haben werden, wie es um die Zukunft des Grand Prix steht." Frühling in Australien bedeutet in diesem Fall, dass in unseren Herbsttagen eine Entscheidung fallen wird. Brumby wehrt sich ebenso wie viele andere Regierungsmitglieder gegen ein Nachtrennen in Melbourne. Die Kosten für ein solches Event lägen noch einmal deutlich höher, als bei den bisherigen Veranstaltungen. In den zurückliegenden Jahren hatte der Melbourne-Grand-Prix regelmäßig Verluste in Millionenhöhe produziert.