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Malaysia-Exkursion mit Wurz

18. März 2008 - 09:41 Uhr

Honda-Testfahrer Alex Wurz stellt die Strecke in Malaysia vor und weist auf die fahrerisch anspruchsvollen Passagen hin

Alexander Wurz
Seit 2008 ist Alex Wurz als Ersatzfahrer für Honda im Einsatz
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach der beinahe-Sensation in Australien hat sich Honda für das zweite Rennen des Jahres viel vorgenommen. Aufgrund der Disqualifikation von Rubens Barrichello bekamen die Japaner beim ersten Saisonlauf keine Punkte - diese sollen dafür in Malaysia eingefahren werden. Ersatzfahrer Alex Wurz gibt dafür schon einmal die ersten Informationen und erklärt, worauf es bei der Strecke in Sepang ankommt.

"In Malaysia ist es für gewöhnlich sehr heiß und feucht. Das Rennen stellt also eine große Herausforderung für Bremsen, Motor und natürlich für die Fahrer dar", erläuterte der Österreicher, der selbst schon als Stammfahrer auf dem Sepang International Circuit unterwegs war. "Herausfordernd ist auch das Streckenlayout, sodass am Rennwochenende eine Menge Arbeit auf die Teams zukommt."

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"Gehen wir einmal auf eine Kurserkundung: Man kommt im siebten Gang bei etwa 310 Stundenkilometern an der ersten Kurve an. Der Asphalt bietet an dieser Stelle viel Grip und erlaubt einem, erst spät zu bremsen und einzulenken. Im dritten Gang wird das Heck in dieser Kurve sehr leicht. Dann kommt mit Turn zwei eine Linkskurve, welche zugleich die langsamste Ecke des gesamten Kurses darstellt."

"Je nach Getriebeeinstellung fährt man diese im ersten oder zweiten Gang. Die Kurvenkrümmung ändert sich allerdings in der Mitte und das macht es wiederum schwierig, ein passendes Differenzial-Setup zu finden. Daran schließt sich ein langgezogener Rechtsknick an, welcher auch im Nassen voll geht", analysierte der 34-Jährige. "Dann bremst man auch schon wieder für Turn vier. Dort ist es traditionell sehr holprig und das macht es ein bisschen knifflig, aber danach kommt der wirklich schöne Teil des Kurses."

"Im fünften Gang und bei etwa 230 Sachen geht es in die Kurven fünf und sechs. Die Einfahrt zu Turn fünf geht fast voll und deshalb musst du das Gaspedal richtig kräftig durchdrücken und erst sehr spät einlenken. An dieser Stelle gibt es einen sofortigen Richtungswechsel und auf uns Fahrer wirken in diesem Moment etwa 4,5 g. In Kurve sechs kann man mithilfe der Bremsen das Auto stabilisieren, weil es dort ebenfalls sehr holprig ist und auch das Heck leicht nervös wird."

"Man darf nicht vergessen, dass wir immer noch bei 230 Stundenkilometern sind. Und das bei nur geringen Auslaufzonen - einfach herrlich! Dann kommt eine Doppelrechts, die du leicht verhauen kannst, wenn du das Auto überfährst", wie der ehemalige Silberpfeilpilot aus Erfahrung weiß. "In der folgenden Haarnadel fahren wir im ersten oder zweiten Gang und hier ist der Kurvenausgang sehr entscheidend für die Rundenzeit. Daran schließt sich ein weiterer flüssiger Abschnitt an, der schließlich in die vorletzte Kurve mündet."

"Hier wird es wiederum sehr schwierig, denn die Geschwindigkeit am Kurveneingang ist sehr hoch und das Heck erneut sehr leicht. Während dem Einlenken schält man runter in den zweiten Gang und hat dabei ständig mit Übersteuern zu kämpfen. Da kann man es leicht wegwerfen! Die letzte Kurve ist dann wieder eine Haarnadel, wo von etwa 300 Stundenkilometern in den zweiten Gang hinuntergebremst wird."