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Lauda: Der Luftikus am Steuer

26. März 2008 - 11:44 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda gilt nach wie vor als großer Kenner der Szene, gibt aber zu: "80 Prozent meiner Zeit verbringe ich mit Flugzeugen"

Niki Lauda
Niki Lauda erlebte einen beruflichen Tiefpunkt 1991 beim Absturz seiner 767
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Traum vom Fliegen ist eine der ältesten Geschichten der Menschheit - Niki Lauda hat sich diesen Traum schon vor langer Zeit auf ganz besondere Weise erfüllt. Der ehemalige Formel-1-Champion gründete bereits während seiner aktiven Rennfahrerlaufbahn die 'Lauda Air' und erlebte als Betreiber einer Fluglinie ähnlich turbulente Zeiten wie im Grand-Prix-Sport. Mittlerweile firmiert sein Unternehmen als 'NIKI', der Chef fliegt immer noch selbst.

"80 Prozent meiner Zeit verbringe ich mit Flugzeugen, nur 20 Prozent mit Autos", beschrieb der Österreicher seine Prioritäten in der 'Bild'. Der 59-Jährige, der beim Fernsehsender RTL seit vielen Jahren als Formel-1-Experte fungiert, gibt sich auch im Cockpit betont lässig. Keine Pilotenmütze, kein Jackett, keine Anzughose - im Gegenteil: Jeans, Pullover und rote Kappe auf dem Kopf. Typisch Niki Lauda eben.


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"Umziehen wäre mir zu blöd. Ich fliege immer wie ich bin", so der dreifache Formel-1-Weltmeister, der im Normalfall mindestens ein Mal pro Woche beim Flug von Wien nach Frankfurt und zurück selbst im Cockpit seines Airbus A320 sitzt. "Heute könnte ein Affe ein Formel-1-Auto steuern. Bei diesem Ding ist das nicht anders. Du machst fast nichts mehr selber", erklärte Lauda, der seit rund 30 Jahren den Pilotenschein besitzt.

Lauda ist Chef von über 250 Angestellten, darunter in etwa 210 Stewardessen. Mit einer seiner weiblichen Bord-Helferlein verbindet den Österreicher eine ganz besondere Liaison, denn seit drei Jahren ist er mit der 28-Jährigen ehemaligen Stewardess Birgit verheiratet. "Wir haben uns gefunden, wir lieben uns. Sie hat mir ihre Niere gespendet. Einen größeren Liebesbeweis gibt es nicht", sagte Lauda stolz und will damit die Schmunzler ob des großen Altersunterschieds im Keim ersticken.