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Kovalainen: "Qualifying war nichts Besonderes"

22. März 2008 - 12:19 Uhr

Heikki Kovalainen bezieht im Interview zur Stärke von Ferrari und zum Qualifying-Sieg gegen Lewis Hamilton Stellung

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen startet morgen in Malaysia von Rang drei ins Rennen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kaum im Team und schon ein ernster Gegner. McLaren-Mercedes-Neuling Heikki Kovalainen hat beim Qualifying zum Grand Prix in Malaysia seinen Teamkollegen Lewis Hamilton gebügelt und geht morgen von Startplatz drei ins Rennen. Der Finne beschrieb in der offiziellen FIA-Pressekonferenz seine Gefühle, nachdem er den McLaren-Mercedes Topstar bezwungen hatte. Außerdem rückte Kovalainen die Ferrari-Welt wieder gerade.

Frage: "Heikki, bist du überrascht, dass du deinen Teamkollegen geschlagen hast"
Kovalainen: "Ja natürlich, denn Lewis ist ein starker Fahrer, der immer schwer zu schlagen ist. Aber um ehrlich zu sein, ich war schon das ganze Wochenende mit meinem Auto sehr glücklich. Das fing schon bei den Freitagstrainings an, da fühlte ich mich schon gut und wir arbeiteten Stück für Stück weiter in die richtige Richtung."

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"Das Qualifying war für mich problemlos, als wirklich nichts Besonderes. Ich konnte saubere Runden fahren und hatte meine beste Runde in Q3 mit mehr Benzin. Das stimmt mich schon sehr zuversichtlich. Sicherlich ist Ferrari sehr stark, aber wir sind an ihnen dran und so ein Rennen dauert lang. Wir können uns wirklich auf das morgige Rennen freuen."

Business as usual

"Lewis ist ein starker Fahrer, der immer schwer zu schlagen ist."
Heikki Kovalainen

Frage: "Was bedeutet es dir, deinen Teamkollegen geschlagen zu haben?"
Kovalainen: "Ich möchte klarstellen, dass es nicht mein primäres Ziel ist, Lewis zu schlagen. Natürlich bin ich lieber ganz vorne, aber er ist ein guter Fahrer, er hat im vergangenen Jahr großartige Leistungen gebracht. Er ist schnell und vor ihm zu sein bedeutet erst einmal, dass wir als Team einen guten Job gemacht haben. Ich selbst mache da keine große Sache daraus. Ich bleibe einfach auf das morgige Rennen fokussiert."

Frage: "Ist der McLaren hier schwieriger zu fahren? Gibt es hier weniger Grip als auf der Strecke in Melbourne?"
Kovalainen: "Nein. Es fühlt sich schon ähnlich an. Die Fahrzeugbalance ist in etwa die gleiche wie in Melbourne. Ich glaube einfach, dass wir in Melbourne nicht den wahren Ferrari-Speed gesehen haben. Die hatten beide Probleme im Qualifying und im Rennen, also ist das hier jetzt bezüglich der Teamstärken viel repräsentativer. Aber wie gesagt, das Rennen ist ja erst morgen und wir sind in einer guten Position. Wir können morgen angreifen und mal schauen, was wir dann erreichen."

"Auch wir können unser Paket noch verbessern, gar keine Frage."
Heikki Kovalainen

Frage: "Du hast gesagt, man könne hier die Teamstärken realistischer einschätzen. Bedeutet das, dass Ferrari so viel stärker ist und ihr in den kommenden Rennen Probleme haben werdet?"
Kovalainen: "Ich hoffe, ich liege mit meiner Einschätzung falsch. Aber um ehrlich zu sein, sahen die Ferrari hier über das gesamte Wochenende bislang sehr stark aus. Wir müssen aber erst einmal schauen, wie sich die möglicherweise unterschiedlichen Strategien auswirken und wie sich das Rennen gestaltet. Wir sind immer noch in einer guten Position, um mitkämpfen zu können und ich glaube, dass wir das gesamte Jahr über stark sein werden. Aber auch wir können unser Paket noch verbessern, gar keine Frage."

Weich oder hart?

Frage: "Es war interessant zu sehen, dass in Q3 beide Reifenmischungen zum Einsatz kamen. Was steckte dahinter?"
Kovalainen: "Wir waren nicht ganz sicher, welcher Reifen der bessere sein würde. Das war der Grund."

Frage: "Bedeutet das, dass ihr auch für das Rennen noch unsicher seid?"
Kovalainen: "Nein, da sind wir sicher."

Frage: "Im vergangenen Jahr sind die meisten Leute mit der weichen Mischung gefahren. Wird das wieder so sein?"
Kovalainen: "Also, es war bei uns eher auf eine Runde gesehen, wo wir nicht ganz sicher waren. Bei Longruns haben wir ein deutlich klareres Bild. Da besteht kein Zweifel mehr."

Frage: "Wie schätzt du die Wetteraussichten für morgen ein?"
Kovalainen: "Tja, jeder hat da eine andere Vorhersage. Wir waren auch heute etwas beunruhigt, als wir in den Himmel schauten. Da sah es in Q3 nämlich nach Regen aus und deswegen sind wir auch sehr früh herausgefahren. Morgen wird es wahrscheinlich das Beste sein, eine Viertelstunde vor Rennstart in den Himmel zu schauen und dann mal sehen, was passiert."