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Horner: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

20. März 2008 - 19:00 Uhr

Red Bull knabbert noch am verpatzten Saisonstart in Australien, in Sepang sollen beide Autos in die Punkte fahren

Red Bull
Red Bull hatte in Melbourne zuerst kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das erste Rennwochenende des Jahres in Australien war aus Sicht von Red Bull eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Bereits im Qualifying hatte Mark Webber wegen einer gebrochenen Bremsscheibe einen zum Glück harmlosen Abflug, allerdings hatte der unfreiwillige Ausritt eine Position unter den Top 10 verhindert. David Coulthard konnte zwar von Platz acht starten, jedoch war für den Schotten im Rennen auch nichts zu holen.

Während Lokalmatador Webber nach einem Getümmel in der ersten Kurve schon nach wenigen Metern ausfiel, konnte Coulthard immerhin fast 25 Runden lang ein solides Tempo mitgehen, bis er durch einen übermütigen Überholversuch von Felipe Massa aus dem Rennen gerissen wurde. Red-Bull-Teamchef Christian Horner haderte mit dem Pech in Melbourne: "Wir sahen zu Beginn des Wochenendes sehr konkurrenzfähig aus und waren sowohl am Freitag in den Trainings als auch am Samstagvormittag gut dabei."

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Desaster im Rennen

An beiden Tagen hatte sich immer wieder Webber vor seinem Heimpublikum stark präsentiert, im Samstagstraining waren sogar beiden Bullen unter die ersten Sechs gefahren. "Leider ging dann im Qualifying einiges schief", blickte Horner enttäuscht zurück. Die geplatzte Bremsscheibe bei Mark Webber war aber erst der Anfang eines verkorksten Rennwochenendes. "Das Rennen war dann ein großes Desaster für uns mit dem Ausfall beider Fahrer", so der Teamchef.

Bei letztlich nur sechs Fahrzeugen im Ziel gehörte Red Bull mit zu jenen Teams, die später der verpassten Großchance auf Punkte nachtrauerten. Vom Speed her hätte man möglicherweise sogar Fernando Alonso im Griff haben können und der wurde in der Melbourne-Endabrechnung Vierter. "Wir hätten ganz sicher ein paar Punkte holen können und stehen jetzt mit leeren Händen da. Aber wir waren ja nicht die einzigen, denen es so erging", so Horner rückblickend.

Hoffnung im Gepäck

Es blieb für die Red-Bull-Mannschaft nur wenig Zeit, sich mit der vergebenen Chance von Australien zu beschäftigten. Bereits am Montag war das Equipment reisefertig verpackt, die Trauer musste unter einem der Schatten spendenden Bäume des Albert Parks begraben werden. "Wir haben eine Menge gelernt und wissen nun, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Wir müssen uns einfach schnell auf Malaysia konzentrieren", so die Devise des 34-jährigen Briten.

In der Hitze von Malaysia sollen die Red-Bull-Autos zum Höhenflug ansetzen. Die Mannschaft hatte während der Wintertestfahrten immer wieder eine gutes Niveau präsentiert. Nun will man die wahre Stärke auch auf dem Grand-Prix-Kurs zeigen, so Horner: "In Sepang wird sich die Situation sicherlich anders darstellen als in Melbourne. Wir hoffen sehr, dass die Strecke gut zu unserem Auto passen wird."