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Honda: Brawn denkt langfristig

20. März 2008 - 17:07 Uhr

Teamchef Ross Brawn erwartet bei seinem kränkelnden Patienten Honda eine lange Genesungsphase: "Drei Jahre mindestens"

Ross Brawn
Ross Brawn erwartet von Honda-Fans viel Geduld: mindestens drei Jahre
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Hatte man den kränkelnden Rennstall Honda während der Wintertests noch auf der Intensivstation vermutet, so bewiesen die Japaner beim Saisonauftakt, dass man bereits gute Fortschritte bei der Rehabilitation gemacht hat. Die überraschende Heilung hatte ein neues Aerodynamikpaket gebracht, das erst wenige Tage vor Melbourne erstmals getestet wurde. Rubens Barrichello war im Albert Park auf Punktekurs, wurde jedoch später wegen Überfahrens einer roten Ampel disqualifiziert.

Es geht voran bei Honda. Allerdings müssen die Fans des Rennstalls offensichtlich nach wie vor geduldig bleiben, denn Teamchef Ross Brawn tritt frühzeitig auf die Euphoriebremse: "Ich sehe das als Dreijahresprojekt - mindestens. Wahrscheinlich kann es sogar noch länger dauern", so der Brite gegenüber dem 'Daily Star'. Im Moment beobachte er nur die Abläufe im Team, um in einigen Wochen Optimierungen einfließen zu lassen.

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Die Honda-Mannschaft sieht die aktuelle Saison eher als ein Übergangsjahr, denn man will versuchen, 2009 mit einem frühzeitig entwickelten neuen Auto anzugreifen. Die neuen Technikregeln für das kommende Jahr werden als große Chance gesehen, wieder den Anschluss an die Formel-1-Spitze herzustellen. Bereits in den kommenden Wochen soll in der Fabrik in Brackley die Arbeit am 2009er-Auto beginnen.

Viele Honda-Fans hatten sich von der Ankunft des ehemaligen Ferrari-Superhirns schnelle Erfolge versprochen. Doch Brawn gibt zu bedenken: "Ich habe nie gesagt, ich sei ein technischer Messias. Ich würde mich niemals als ein solcher ausgeben." Beim Qualifying in Australien schafften es beide Honda-Piloten in das zweite Segment. Das japanische Team war zum Saisonauftakt überraschend auf einem ähnlichen Niveau wie Renault.