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Häkkinen von Singapur-Konzept überzeugt

30. März 2008 - 12:05 Uhr

Der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen weist die Forderungen nach mehr Nachttests zurück: "Wird nicht nötig sein"

Mika Häkkinen
Mika Häkkinen sieht dem anstehenden Singapur-Nachtrennen gelassen entgegen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Viele Mitglieder des Formel-1-Geschäfts blicken der Nacht-Premiere im September in Singapur zwar mit Vorfreude, aber auch teils mit Bedenken entgegen. Wird die Leuchtkraft der 1600 Lichtprojektoren ausreichen? Wird es irritierende Reflexionen oder Schatten geben? Wie ist es um die Sicherheit insgesamt bestellt? All diese Fragen beschäftigen viele Fachleute, die unter anderem auch schon mehr Nachttestfahrten für die Piloten gefordert haben.

Der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen sieht dem ersten Nacht-Grand-Prix gelassen entgegen. "Wenn die Lichtanlage und die Organisation auf einem richtigen hohen Level sind, dann wird man auch nicht mehr testen müssen", erklärte der Finne, der außerdem nächtliche Formel-1-Testfahrten für extrem kompliziert und teuer hält. In Singapur laufen zur Zeit die ersten erfolgreichen Tests mit der Ausleuchtung des Stadtparcoures.

Leichte Bedenken hat aber auch Häkkinen, wenn es um den Biorhythmus der Piloten geht. "Wenn du nachts fährst, ist dein Körper auch in einer Art Nacht-Modus. Die Reaktionen sind nicht so schnell wie tagsüber, weil dein Körper normalerweise um diese Zeit im Schlafzustand ist", so der 39-Jährige. Im Grunde sei dies aber ein ähnliches Problem, wie der Jetlag bei den Überseerennen und dürfte deshalb auch nur wenigen Piloten zu schaffen machen.

An der aktuellen Entwicklung der Formel 1 hat der prominente Motorsport-Rentner seinen Spaß. Vor allem durch die Abschaffung der Fahrhilfen sei wieder mehr Spektakel entstanden und der Grand-Prix-Sport sei wieder zu einer größeren Herausforderung geworden, so Häkkinen: "Im fahrerischen Bereich bedeutet die ständige Gefahr von durchdrehenden Rädern, dass die Fahrkünste mehr gefragt sind."