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Glock: "Punkte wären drin gewesen"

23. März 2008 - 13:20 Uhr

Der Deutsche im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' über ein Rennen, das für ihn wie schon in Melbourne vorzeitig zu Ende war

Timo Glock
Glock hatte gehofft, dass er endlich einmal eine Renndistanz abspulen kann
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Timo Glock stiefelte nach dem Großen Preis von Malaysia mit einem langen Gesicht durch das Fahrerlager: "Ich hätte hier schon gern gesehen, wie ich über die Distanz mit dem Auto zurechtkomme. Aber es hat leider wieder nicht funktioniert", meinte der Toyota-Pilot im 'Motorsport-Total.com'-Interview.

Nach seinem zweiten Ausfall im zweiten Rennen fiel es dem Deutschen schwer, etwas Positives aus den beiden ersten Grands Prix mitzunehmen: "Das Resultat von Jarno zeigt, dass das neue Auto im Vergleich zum letztjährigen einen Schritt nach vorn darstellt. Für das Team ist das positiv. Mir fällt es jedoch schwer, etwas Positives mitzunehmen, wenn du eigentlich Erfahrung im Rennen sammeln möchtest."

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Wie sein Auto im Rennen gelegen hätte, kann der 26-Jährige natürlich nur mutmaßen: "Ich bin ja nur eine halbe Runde gefahren. Da herrschte ein so großes Getummel und es sind alle herumgerutscht, da kann man nicht viel darüber sagen."

"Nico hat mich in Kurve 14 versucht an einer Stelle zu überholen, wo er dachte, dass er mich überholen kann, aber es gab anscheinend keinen Platz", erinnert sich der Rennfahrer aus Wersau. "Ich habe mich gerade mit Sebastian Vettel unterhalten, der direkt dahinter lag. Er meinte, dass er nicht wirklich daneben war, er mich hinten rechts an der Aufhängung getroffen hat."

"Ich glaube nicht, dass er wirklich neben mir war."
Timo Glock

"Dadurch ist die Aufhängung gebrochen, obwohl das Rennen noch nicht richtig angefangen hatte. Ich glaube nicht, dass er wirklich neben mir war, denn ich habe ihn nicht gesehen. Ansonsten hätte ich natürlich nicht eingelenkt."

Für das Rennen hätte sich Glock durchaus noch etwas ausgerechnet: "Ich wäre deutlich länger draußen geblieben als die ersten Zehn. Ich weiß nicht, wie sich dies auf meinen ersten Abschnitt des Rennens ausgewirkt hätte. Ich glaube schon, dass wir am Ende mit dieser Strategie ganz gut dagestanden wären."

"Ich denke schon, dass wir in die Punkte hätten fahren können."
Timo Glock

"Aber wenn man da hinten fest steckt - wir haben dies anhand von Mark Webber und Lewis Hamilton gesehen... Jarno konnte vorne frei fahren, das hat natürlich in die Strategie reingespielt. Er hat sehr gute Arbeit geleistet und hat verdient gepunktet. Ich denke schon, dass wir in die Punkte hätten fahren können."

Das ganze Wochenende über hatte Glock über Probleme mit den Reifen geklagt: "Ich glaube, dass hier jeder etwas Probleme mit den Reifen gehabt hat. Ich habe hier etwas mehr Probleme gehabt, die Reifen in der ersten Runde auf Temperatur zu bekommen. Das war für mich das größte Problem gewesen. Ich habe es zum Schluss jedoch ganz gut hinbekommen, so dass ich es in die Top 10 geschafft habe, was natürlich gut war."

Und wie geht es nun weiter? Wird man nach Bahrain mit neuen Teilen ausrücken? "Bis Bahrain haben wir glaube ich noch keine neuen Teile, was danach passiert, müssen wir noch abwarten", meint Glock über die Entwicklungsarbeit am TF108. "Es ist natürlich einiges in Arbeit, in Köln wird speziell im Windkanal gearbeitet."