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Für Webber gibt es nur noch volle Attacke

15. März 2008 - 09:04 Uhr

Vom 15. Startplatz aus gibt es für Mark Webber beim Heimrennen nur noch volle Attacke als Strategie - Chance durch Fehler der Gegner?

Mark Webber
Mark Webber hatte sich sein Qualifying eigentlich anders vorgestellt...
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - So viel hatte sich Mark Webber nach seinem zweiten Platz im zweiten Freien Training in Melbourne ausgerechnet, aber wegen eines Bremsdefekts strandete er im Mittelabschnitt des Qualifyings im Kiesbett. Nun muss er als 15. in seinen Heim-Grand-Prix starten - und hat damit kaum noch Chancen auf das anvisierte Spitzenresultat.

"Bis zum Qualifying lief das Wochenende sehr gut", erklärte er. "Im ersten Qualifying habe ich sogar einen Reifensatz für das Rennen gespart. Es lief also genau nach Plan. In Q2 ließ ich erstmals einen weichen Reifensatz aufziehen, aber dann hatte ich einen Bremsdefekt. Ich spürte schon in der dritten Kurve, dass irgendetwas nicht ganz stimmt, aber im Qualifying musst du halt riskieren. Dann ist etwas gebrochen."

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Problem trat beim Testen nie auf

"Wir haben 10.000 Testkilometer mit diesem Auto zurückgelegt, aber im ersten Qualifying haben wir einen Bremsdefekt."
Mark Webber

In der angesprochenen dritten Kurve spürte Webber zwar kein ungewöhnliches Verhalten des Bremspedals, aber er war dennoch skeptisch, weil ungewöhnlich viel Bremsstaub zu sehen war. An ein sofortiges Gebrechen wollte er da aber noch nicht glauben: "Wir haben 10.000 Testkilometer mit diesem Auto zurückgelegt, aber im ersten Qualifying haben wir einen Bremsdefekt", seufzte er achselzuckend.

Dennoch lässt er den Kopf nicht hängen: "Ich bin nicht so schlecht darin, mich von Rückschlägen zu erholen. Ich habe heute mein Bestes gegeben, hätte an diesem Wochenende nichts anders machen können. Das Team ist natürlich auch enttäuscht, aber was soll's? Wir können es eh nicht ändern. Morgen werden wir mehr Ausrutscher sehen als sonst, gar keine Frage. Es gibt ein paar neuralgische Stellen wie zum Beispiel die neunte Kurve. Und die Reifen sind auch am Limit", sagte Webber.

Hoffen auf ein paar Zwischenfälle

"Ich brauche einen guten Start, um vor Button und diese Jungs zu kommen."
Mark Webber

Nun stellt er sich auf einen harten, aber auch interessanten Sonntag vor eigenem Publikum ein: "Das Rennen wird ganz schwierig, denn das Mittelfeld liegt so eng beisammen. Außerdem ist das Überholen hier nicht einfach. Ich brauche einen guten Start, um vor Button und diese Jungs zu kommen, und dann muss ich einfach voll attackieren. Ich hoffe, dass es ein interessanter Grand Prix mit ein paar Punkten für Red Bull wird", so der 31-Jährige.

Rein von der Pace her liegt Red Bull in der Gruppe unmittelbar hinter den Topteams. Insofern rechnet Webber wieder mit einer ungemein umkämpften Saison 2008: "Es wäre klasse, ein bisschen aus diesem Mittelfeld auszubrechen, aber da lieben sieben, acht Autos innerhalb von zwei Zehntelsekunden. Wenn du nicht - wie BMW - drei oder vier Zehntelsekunden vor dieser Gruppe liegst, dann wird dieses Jahr jedes Q2 ziemlich hart", analysierte er.