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Ferrari-Defekte: War die Elektronik schuld?

20. März 2008 - 09:13 Uhr

Die Nebelschwaden um die Ferrari-Defekte von Australien lichten sich - Elektronik aus dem Hause McLaren soll schuld gewesen sein

Ferrari
Bei Ferrari rauchen nicht nur die Köpfe, sondern auch die Motoren...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Ferrari-Defekte beim Grand Prix von Australien am vergangenen Wochenende sind inzwischen geklärt. Auch nach außen dringen langsam die ersten Informationen durch. Im Gegensatz zur ersten Annahme handelte es sich bei Kimi Räikkönen und Felipe Massa offiziell nicht um Motorschäden, sondern um Probleme im Motorenumfeld.

Das ist freilich eine Definitionsfrage, denn wie inzwischen durchgesickert ist, waren die hohen Temperaturen für die Defekte verantwortlich. Durch die lief nämlich die neue Einheitselektronik (ECU), die ironischerweise ausgerechnet von der McLaren-Tochter MES entwickelt und gebaut wurde, heiß, und das führte zu Problemen mit den Einlassventilen. Diese versorgten den Motor laut Ferrari-Auskunft nicht mehr ausreichend mit Benzin.

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Die Defekte hätten nichts mit der Kühlung und nichts mit der Qualitätskontrolle zu tun gehabt, ließ das rote Lager vermelden, und auch MES sei aus der Verantwortung zu nehmen: "Es war kein ECU-Problem." Vermutet wird, dass Ferrari die Kühlung der Einheitselektronik etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen hat, um aerodynamische Vorteile zu gewinnen. Darüber kann aber im Moment nur spekuliert werden.

Die große Frage ist, ob Ferrari die Situation bis morgen - dann beginnen ja in Malaysia schon wieder die Freien Trainings - in den Griff bekommen kann, denn auf dem Sepang International Circuit wird es wohl kaum kühler als zuletzt im Albert Park von Melbourne. Und wegen des Reglements darf an den Motoren nichts verändert werden. Die einzige Möglichkeit, die Gilles Simon und seine Mannen haben, ist, das Mapping zu verstellen...