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Coulthard rechnet mit weiteren Ausritten

20. März 2008 - 15:21 Uhr

Red-Bull-Pilot David Coulthard hat nicht die mangelnde Zuverlässigkeit als neuen Formel-1-Trend ausgemacht, sondern Ausritte neben die Strecke

David Coulthard
David Coulthard rechnet auch in Zukunft mit vielen Ausritten neben die Strecke
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das mutige Design des neuen RB4 sollte Red Bull in der neuen Saison ganz besondere Flügel verleihen. Doch statt zum Höhenflug anzusetzen, waren den beiden Piloten Mark Webber und David Coulthard die Flügel schon nach wenigen Runden unsanft gestutzt worden. Beide Red-Bull-Fahrer fielen nach Kollisionen im Albert Park frühzeitig aus. Coulthard erklärte bezüglich der Ausfallorgie in Australien seine Sicht der Dinge bei der offiziellen FIA-Pressekonferenz.

Frage: "David, Malaysia ist für plötzliche Regenschauer bekannt. Wie stehst du einem möglichen Regenrennen vor allem auf dieser schnellen Strecke ohne Traktionskontrolle gegenüber?"
Coulthard: "Wenn das normale Regenverhältnisse sind, wird das schon in Ordnung sein, weil sie ja auch die Strecke neu asphaltiert haben. Aber bei den Wolkenbrüchen, die wir hier schon öfters erlebt haben, gab es immer heftiges Aquaplaning und die Autos kreiselten von der Bahn. Ich glaube, da gibt es dann wenig, was man machen kann."

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"Egal ob mit oder ohne Traktionskontrolle, wobei einem das System beim Beschleunigen schon geholfen hat. Aber das ja nun Vergangenheit und ich glaube, jeder wird mit dem Auto fahren müssen, das er zur Verfügung hat."

Frage: "Es gibt hier vor der ersten Kurve und vor der letzten Kurve harte Bremszonen. Am vergangenen Sonntag haben wir an genau so einer Stelle viele Zwischenfälle erlebt. Wir hier etwas ähnliches passieren?"
Coulthard: "Es gibt überall Unfallrisiken. Es ist schon schwierig mit allen Autos die richtige Position zu finden, aber das ist eben Racing. Du musst es einfach versuchen, dein Bestes geben und irgendwie da durch kommen. Im Grunde wollen ja alle da hindurch und keiner will in der ersten Kurve einen Unfall haben, also nehmen wir es halt so wie immer."

Mangelnde Zuverlässigkeit als Trend?

"Ferrari hat in den vergangenen zwei Jahren eine unglaubliche Zuverlässigkeit an den Tag gelegt."
David Coulthard

Frage: "Es gab es in den vergangenen Jahren immer einer unglaubliche Zuverlässigkeit und plötzlich waren beim Rennen in Melbourne nur sechs Autos im Ziel. Sehen wir im Moment eine grundlegende Veränderung in der Formel 1?
Coulthard: "Naja, ihr dürft nicht vergessen, dass ich in den vergangenen Jahren bei Red Bull Zeiten miterlebt habe, wo wir die schlechteste Zuverlässigkeit aller Teams hatten. Ich denke, Ferrari hat in den vergangenen zwei Jahren eine unglaubliche Zuverlässigkeit an den Tag gelegt. Und auch in den Zeiten von Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) hatten sie sehr wenige technische Probleme."

"Die haben in der Zeit wirklich den Anspruch an Rennautos verändert. Ich glaube in Melbourne war die hohe Zahl von Zwischenfällen eher der Grund für die wenigen Zielankünfte. Nur einige hatten mechanische Probleme. Ich denke, es wäre schon sehr seltsam, wenn sich die Zuverlässigkeit von einem Jahr auf das andere so grundlegend ändern würde."

"Es war wahrscheinlich auch eine Konsequenz der großen Hitze. Wir alle haben im Winter bei kühlen Temperaturen getestet. Ich glaube, die Zuverlässigkeitsprobleme werden sich schon bald wieder regulieren. Ich glaube aber, dass wir nach wie vor mehr Ausritte sehen werden, weil die Autos schwieriger zu fahren sind."