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Coulthard hält Sicherheit für relativ

26. März 2008 - 16:48 Uhr

Trotz der Aufhängungsbrüche am Red Bull in Sepang und Australien hat David Coulthard keinerlei Sicherheitsbedenken: "Es sah sicher spektakulär aus"

David Coulthard
David Coulthard fühlt sich trotz der Aufhängungsschäden sicher im RB4
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Red-Bull-Fahrzeuge hatten sich zum Saisonstart als sehr fragile Rennautos präsentiert. An den Wagen von Mark Webber und David Coulthard waren die Spurstangen gebrochen und hatten dafür gesorgt, dass die Piloten geradeaus in die Wiese gerodelt waren. Die FIA hatte beim vergangenen Rennwochenende in Sepang sogar einen Bericht vom Team gefordert, womit die Mannschaft die Sicherheit ihrer Fahrzeuge nachweisen sollte.

Letztlich hatten die Aussagen der Red-Bull-Techniker auch die FIA-Kontrolleure besänftigt. Die beiden Piloten erhielten die Starterlaubnis für den Grand Prix. "Die Aufhängung musste doppelt so starke Kräfte aushalten wie beim Durchfahren einer schnellen Kurve", beschrieb Coulthard gegenüber 'autosport.com'. Und weiter: "Auch wenn das sicher spektakulär aussah und viele sich fragten, warum das brechen konnte, so muss man doch dazu sagen, dass man die Kräfte eben nicht sehen kann bis etwas passiert."

Die Teile seien für ein normale Belastung auf der Rennstrecke ausgelegt gewesen, nur das übertrieben harte Überfahren der Kerbs habe letztlich der Aufhängung den Rest gegeben, so der Schotte: "Wenn du mit den Teilen in dem Rahmen bleibst, für den sie ausgelegt sind, dann passiert auch nichts. Verlässt du diesen Rahmen, dann riskierst du eben katastrophale Folgen."

"Wir sind so selbstsicher, ehrgeizig und dämlich, dass wir immer meinen, uns könnte so etwas niemals passieren."
David Coulthard

Er habe sich zu jeder Zeit sicher gefühlt im Fahrzeug, erklärte Coulthard. "Ich hatte keinen Mangel an Vertrauen. Ich glaube, das ist bei uns Rennfahrern eben so. Wir sind so selbstsicher, ehrgeizig und dämlich, dass wir immer meinen, uns könnte so etwas niemals passieren." Die fragile Technik sei im Übrigen ein Trend in der Formel 1, den man auch an anderer Stelle beobachten könne: "Der Toyota (von Timo Glock; Anm. d. Red.) ist auch spektakulär zertrümmert gewesen nach seinem Unfall in Melbourne. Carbon hat wohl einen Hang zum Zerbröseln."

Die Sicherheit in der Formel 1 sei ohnehin äußerst relativ, denn neben vielen guten Entwicklungen am Auto und auch an den Strecken, müsse man in vielen Fällen auch einfach eine Portion Glück haben, so der Red-Bull-Pilot: "Schaut euch den Unfall von Robert Kubica in Kanada an. Es war schon bemerkenswert, dass er da ohne ernsthafte Blessuren heraus gekommen ist. Aber: seine Füße hingen vorne aus dem Auto und wenn er nochmals eingeschlagen wäre, hätte er sich die Knöchel gebrochen."