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"Bummel-Verbot" für die Formel-1-Stars
 
von Fabian Hust 23. März 2008 - 18:39 Uhr
 
Nach dem Zwischenfall im Qualifying von Malaysia müssen die Formel-1-Stars schon ab dem kommenden Qualifying wieder stärker aufs Gas gehen
 
Robert Kubica
Die Fahrer sollen ausreichend schnell fahren, um sich nicht zu behindern
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Die beiden McLaren-Mercedes-Piloten wurden nach der Qualifikation zum Großen Preis von Malaysia von der Rennleitung bestraft, weil sie in langsamer Fahrt um die Strecke krochen und dabei Nick Heidfeld behinderten, der sich noch auf einer fliegenden Runde befand.

Aus sportlicher Sicht war das für den BMW Sauber F1 Team Piloten schade, es ist aber auch aus Sicherheitsgründen bedenklich, dass das Reglement zulässt, dass die Fahrer an die Box zurück rollen dürfen, um Benzin zu sparen. Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen waren nicht die einzigen, die das taten - jeder Fahrer "schleicht" zur Box zurück, als gebe es dafür einen Umweltpreis.



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Rennleiter reagiert

Rennleiter Charlie Whiting hat nun reagiert. Es soll ab Bahrain nicht nur verboten sein, vor dem Start zur Startaufstellung langsam zu fahren, auch im Qualifying soll das extreme Spritsparen auf dem Weg zurück an die Box nicht mehr erlaubt sein. Dann sollen Geschwindigkeitsunterschiede wie im "Fall Heidfeld" von rund 200 km/h und mehr der Vergangenheit angehören.

 
Die Fahrer können nicht wissen, wer noch schnell fährt

Das McLaren-Mercedes-Team hat Presseberichten zufolge seine Fahrer nicht vor den noch schnell fahrenden Nick Heidfeld und Fernando Alonso gewarnt. Aus diesem Grund fuhren die "Silberpfeil"-Piloten mit den beim Benzinsparenden üblichen rund 60 km/h auf der Ideallinie um den Kurs, während Heidfeld mit rund 280 km/h angerauscht kam.

Selbst wenn die langsamen Fahrer neben der Ideallinie führen, würde dies ein Sicherheitsrisiko darstellen, denn irgendwo und irgendwann würden sich die Linien zwangsläufig einmal kreuzen. Angesichts der hohen Geschwindigkeitsunterschiede könnte dies in einer Katastrophe enden.

 
Ein Plus von 20 Prozent ist erlaubt

Ab dem kommenden Rennen in Bahrain soll nun dieselbe Regelung gelten wie bei der Fahrt aus der Box in die Startaufstellung. Die Piloten dürfen auf dieser Runde maximal 20 Prozent über der schnellsten Rundenzeit bleiben. Die Regelung für die Vorstartphase wurde eingeführt, als Christijan Albers beim Großen Preis von China im Jahr 2005 auf den vor ihm langsam rollenden Michael Schumacher gekracht war.

Robert Kubica ist froh, dass diese Regelung kommen wird: "Als ich in langsamer Fahrt zurück an die Box fuhr, fühlte ich mich nicht sicher", erklärte der Pole gegenüber 'autosport.com'. "Nicht nur wegen der anderen Fahrer, sondern auch in Bezug auf mich selbst. Hier kann man ja noch leicht von der Ideallinie runter gehen, da die Strecke breit ist und man sie leicht einsehen kann. Aber wenn so etwas passiert, wo es rauf und runter geht und man blinde Stellen hat, dann ist das ziemlich gefährlich."

 
Die Fahrer im Konflikt

Honda-Teamchef Ross Brawn bezeichnete die Situation im Qualifying als "nicht schön" und fordert eine Anpassung des Reglements: "Die Leute befinden sich in einer schwierigen Position. Sie wissen, dass sie ziemlich schnell fahren sollten, aber sie wissen auch, dass sie Benzin sparen sollten. Wo liegt da der Mittelweg? Diese Entscheidung sollten wir ihnen abnehmen."

Sam Michael, Technischer Direktor von Williams, sah das Verhalten der beiden McLaren-Mercedes-Piloten nicht als falsch an: "Sie gingen so gut wie möglich aus dem Weg. Aber es ging etwas zu eng zu. Zudem war der Geschwindigkeitsunterschied massiv. Ich denke, dass etwas rechtzeitig für Bahrain passieren wird."

 
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