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Bringt Richards Aston Martin wieder ins Spiel?

03. März 2008 - 10:52 Uhr

Nachdem die Formel-1-Pläne von David Richards bisher nicht Realität wurden, soll der Prodrive-Chef an einem Aston-Martin-Einstieg arbeiten - Geld aus Kuwait

David Richards
Kommt David Richards mit Geld aus Kuwait in die Formel 1 zurück?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 startet schon in wenigen Tagen in die neue Saison und man darf nach der Zusage von Super Aguri davon ausgehen, dass in Melbourne 22 Autos am Start stehen werden. Ursprünglich sollten in der Saison 2008 allerdings noch zwei Autos mehr die Szene bereichern, denn Prodrive-Chef David Richards hatte vor weit über einem Jahr seinen Einstieg bekannt gegeben. Doch nachdem die Kundenauto-Situation nach wie vor nicht eindeutig gelöst ist, musste Richards seinen Start auf Eis legen.

Was aus dem Formel-1-Projekt des früheren BAR-Honda-Teamchefs wird, steht noch in den Sternen, allerdings zeichnet sich im Augenblick ab, dass Richards einen anderen Weg in die Königsklasse wählen könnte. Wie die britische Zeitung 'Independent' berichtet, hat sich Richards die Mehrheit am Unternehmen Prodrive zurückgekauft. Bislang hielt die britische Investorengruppe 'Apax' rund 56 Prozent der Firmenanteile.

Formel-1-Einstiegshilfe aus Kuwait?

Das vergangene Geschäftsjahr des Unternehmens war von Verlusten in Höhe von knapp zehn Millionen Euro geprägt. Ursache war unter anderem der nur mäßige Absatz von Straßenautos, die Prodrive in einer Kooperation mit Ford und Mazda produziert. Der Kurs der Prodrive-Anteile sank deutlich, 'Apax' wollte seine Mehrheitsbeteiligung verkaufen, Richards schlug zu und nahm das Unternehmen wieder unter Kontrolle.

"In fünf Jahren könnte die Formel 1 für Aston Martin realistisch sein."
David Richards

Der 'Independent' berichtet nun von einer Investorengruppe aus Kuwait, die Richards den Formel-1-Einstieg ermöglichen könnte. Die 'Kuwaiti Investment Dar Company' (IDC) soll an bis zu 40 Prozent der Prodrive-Anteile Interesse zeigen. Der mögliche Deal könnte eine ohnehin schon existierende Beziehung noch weiter ausbauen, denn während IDC Mehrheitseigner von Aston Martin ist, hält Prodrive ebenfalls Anteile an der Nobelmarke.

Die neue mögliche Konstellation würde diverse Puzzleteile zusammenfügen, die geradezu nach einem Formel-1-Einstieg schreien. Das Emirat Kuwait ist eines der wenigen finanzkräftigen Emirate im Nahen Osten, dass sich bislang noch nicht in der Formel 1 eingekauft hat, außerdem hatte Richards bereits im vergangenen Jahr prognostiziert: "In fünf Jahren könnte die Formel 1 für Aston Martin realistisch sein". Während man auf Prodrive in der Königsklasse womöglich vergeblich warten wird, steht also die Nobelmarke Aston Martin eventuell schon vor der Tür.

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