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Brawn: "Button ist immer noch ein Siegertyp"

03. März 2008 - 21:34 Uhr

Honda-Teamchef Ross Brawn glaubt an die Stärke seines Piloten Jenson Button: "Er wird Rennen gewinnen, wenn wir ihm das Material dazu liefern"

Ross Brawn
Teamchef Ross Brawn möchte Honda zu neuen Erfoögen führen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Honda-Pilot Jenson Button hatte seinen größten Formel-1-Moment am 6. August 2006 als er im Regen von Budapest den Grand Prix von Ungarn gewinnen konnte. Es war der bislang einzige Sieg des Briten, der vor allem in der vergangenen Saison aufgrund des unterlegenen Honda-Materials einfach keine Möglichkeit mehr hatte, nach ganz vorne zu fahren. Das Siegpotenzial habe sich Button trotzdem bewahrt, meint sein Teamchef.

"Wenn die Leute einfach nicht das passende Material hatten, dann konntest du ihre Leistungsfähigkeit immer dann gut sehen, wenn ausgleichende Elemente ins Spiel kommen. Zum Beispiel bei einem Regenrennen", sagte Honda-Teamchef Ross Brawn der Agentur 'AP'. Der ehemalige Ferrari-Chefstratege hält große Stücke auf seinen Einsatzpiloten: "Wenn wir ihm ein passendes Auto geben, wird er den Job erledigen. Daran habe ich keinen Zweifel."

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Immer wieder wird an der modernen Formel 1 bemängelt, dass der Einfluss der Fahrer zu gering sei, doch Brawn kennt Gegenbeispiele: "Es gibt immer wieder Piloten, die Rennen gewinnen, obwohl sie es eigentlich gar nicht gewinnen könnten. Das war zum Beispiel bei Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) der Fall." Nun ist der Vergleich zwischen dem siebenfachen Weltmeister Schumacher und dem Sieger eines einzigen Rennens Button nur bedingt nachvollziehbar.

Brawn erklärt: "Ich weiß nicht genau auf welchem Level Jenson ist, aber ich habe keinen Grund zu glauben, er sei nicht auf demselben Level. Immer wenn es ausgleichende Bedingungen gab, hat er sich in den Vordergrund fahren können." In einem weiteren Vergleich zog der Brite Fernando Alonso in seiner Minardi-Zeit heran. Der Spanier habe dort im Regen immer zu schnellsten Fahrern im gesamten Formel-1-Feld gehört, trotz hoffnungslos unterlegenen Materials.

"Wenn man das betrachtet, dann empfinde ich Jenson als starken Piloten unter solchen Bedingungen. Er hat die Zutaten, ohne Zweifel. Er hat bereits ein Rennen gewonnen und er wird noch viele weitere gewinnen, wenn wir ihm das passende Material geben", stellt Brawn dem 28-jährigen Piloten ein astreines Zeugnis aus.