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Bourdais: Schon fast nicht mehr daran geglaubt

13. März 2008 - 10:10 Uhr

Sébastien Bourdais gilt als Spätstarter in der Formel 1, der sich in Amerika einen großen Rennsportnamen gemacht hat

Sébastien Bourdais
Jetzt wird's ernst für Sébastien Bourdais und Toro Rosso...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Schon vor ein paar Jahren wäre es beinahe zu einem Vertrag mit Arrows über ein Formel-1-Engagement von Sébastien Bourdais gekommen. Statt Formel 1 wurde es dann allerdings die Champ-Car-Serie, wo der Franzose jahrelang sehr erfolgreich unterwegs war. Mit Toro Rosso stellt sich Bourdais nun einer neuen Herausforderung und freut sich über seinen künftigen Karriereabschnitt.

"Ich habe viele Jahre dafür gearbeitet, um hierher zu gelangen", erklärte der 29-Jährige bei 'autosport.com'. "Es ist sehr befriedigend, endlich zum Zuge zu kommen. Ich weiß noch nicht genau, wie es sich anfühlen wird, aber das Wintertesten habe ich schon einmal sehr genossen. Wir haben viele Kilometer abgespult und uns dabei so gut wie möglich präsentiert." Ob er letztendlich für seine neuen Aufgaben bereit sei, könne er bislang noch nicht beurteilen.

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"Man hat nicht immer die Chance, 7000 Kilometer in seinem Rennwagen zu absolvieren, bevor man ins Rennen geht. Das stimmt mich also schon einmal optimistisch. 2002 habe ich damit begonnen, Formel-1-Autos zu testen und seither hat sich nicht wahnsinnig viel verändert. Ich bin auch Sportwagen gefahren weil ich denke, dass das Fahren in unterschiedlichen Autos einem dabei hilft, sich schneller an neue Bedingungen zu gewöhnen", so der Teamkollege von Sebastian Vettel weiter.

"Gegen Ende des Jahres 2005 habe ich gedacht, es noch in die Formel 1 zu schaffen wäre eine große Überraschung für mich. 2006 dachte ich, dass es vorbei sei und habe das so auch gesagt. Aber schon in der Woche darauf hat sich für mich die Möglichkeit ergeben, einen Toro Rosso zu testen." Und das sei laut dem Franzosen genau der Knackpunkt bei der Formel 1: Man müsse die sich bietenden Chancen einfach beim Schopfe packen.

"Es ist schwer, sich mehrere Türen gleichzeitig offenzuhalten."
Sébastien Bourdais

"Die einzige echte Möglichkeit (zum Formel-1-Einstieg; Anm. d. Red.) bestand 2002 bei Arrows, aber das hat letztendlich nicht geklappt", erinnerte sich Bourdais. "Es ist schwierig, sich mehrere Türen gleichzeitig offenzuhalten, weil eine neue Fahrergeneration schon in den Startlöchern steht. Da muss man schon verdammt viel Glück haben, um eine zweite Chance zu kriegen. Ich hatte Glück und nach einigen Jahren bin jetzt doch hier."

Nach vier Champ-Car-Titeln in Folge kam für Bourdais der Sprung über den Atlantik und in einen vollkommen anderen Boliden: "Mein Gefühl für das Auto sagt mir, was ich tun muss. Es sind andere neue Elemente für mich, die ich noch lernen muss. Neue Rennstrecken zum Beispiel oder das neue Qualifyingformat. Du wirst daran gemessen, wie schnell du dich an etwas gewöhnst und wie gut dir das in einer neuen Umgebung gelingt. Ich möchte dabei niemanden enttäuschen, auch mich selbst nicht."

"Das schwierigste wird wohl das Zeittraining sein", analysierte der Toro-Rosso-Pilot. Es ist gewiss keine leichte Übung, gleich in der ersten Runde alles aus dem Auto herauszuholen. Das war mir bisher unbekannt, selbst bei den Karts hast du für gewöhnlich zwei oder drei Runden." Bei den Longruns fühle er sich hingegen stark. "Ich hoffe natürlich, dass ich immer besser zu recht komme, je mehr ich fahre."