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Arai: Der erste Schritt für Toyota

25. März 2008 - 17:40 Uhr

Toyota konnte in Malaysia die ersten Saisonpunkte einfahren, laut Noritoshi Arai steht das Team aber erst am Anfang des Weges

Noritoshi Arai
Noritoshi Arai sieht in der Aerodynamik des TF108 noch Raum für Verbesserungen
© Toyota

(Motorsport-Total.com) - Platz vier und damit fünf Punkte durch Jarno Trulli - so lautet die Malaysia-Bilanz von Toyota. Das japanische Team mit Sitz in Köln konnte damit die ersten Zähler der Saison einfahren. Den Weg zu diesem Erfolg beschrieb der Technische Koordinator des Teams, Noritoshi Arai auf der Toyota-Internetseite.

Bereits in Australien sei das Team über eine Reihe von Schwachstellen in der elektrischen Anlage gestolpert, berichtete Arai. Das habe den TF108 von Jarno Trulli ausgebremst. Diese Probleme habe man vor dem Rennen in Malaysia lokalisieren können, "es ist allerdings noch nicht gelungen, alle Probleme zu 100 Prozent abzuklären", so der Japaner. "Am Ende wurde beschlossen, für dieses Rennen eine neue Spezifikation einzuführen und alle elektrischen Systemkomponenten eingehend zu überprüfen."

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Timo Glock musste in Malaysia im T-Car antreten. Nach Glocks Unfall in Melbourne habe man an dessen Einsatzauto "leichte Beschädigungen an kleineren Teilen im Bereich der Halterungen und der Anbindungen in der Aufhängung gefunden."

Dieselbe Aerodynamik wie in Melbourne

Ansonsten wurde bei Toyota für das Malaysia-Rennen nicht viel geändert. Da zwischen dem Saisonauftakt in Melbourne und dem Grand Prix in Sepang nur eine Woche lag, habe man dieselbe Aerodynamik-Spezifikation verwendet wie in Australien, so Arai: "Das Anpresskraft-Profil für Sepang ist dem des Albert Park Circuits von Melbourne sehr ähnlich, weshalb wir das Wochenende im Wesentlichen mit den gleichen Anpresskraft-Levels wie beim Großen Preis von Australien begonnen haben." Die Komplikationen, die in Melbourne im Freitagstraining aufgetreten seien, seien diesmal ausgeblieben. Und so konnte Toyota das Trainingsprogramm wie geplant durchziehen, also "beide Reifentypen eingehend zu vergleichen und konnten umfangreiche Live-Daten sammeln, verschiedene mechanische Setups prüfen und unterschiedliche Anpresskraft-Levels ausprobieren."

Jarno Trulli
Jarno Trulli konnte mit Rang vier fünf Punkte für Toyota holen
© xpb.cc

Im Training am Samstagmorgen hatten dann jedoch beide Piloten mit fehlendem Grip zu kämpfen. "Mit dem Blick auf das Qualifying setzten wir die beiden Wagen daher am Samstag im Morgentraining auf eine leichtere Kraftstoffbefüllung. Beide Fahrer meldeten, dass die Reifen nun viel besser griffen, was sich auch in den Einzelrunden-Speeds niederschlug", berichtete Arai weiter.

In der Qualifikation holte Trulli Startplatz fünf, Glock wurde Zehnter. "Dass wir in der letzten Phase die 1:39er-Mauer nicht durchbrechen konnten, lag daran, dass wir schon in jeder der beiden ersten Qualifying-Phasen zwei Reifensätze der weicheren mittleren Mischung benutzt hatten. Für die dritte war also nichts mehr verfügbar", erklärte der Technische Koordinator.

Siege sind noch weit weg

Im Rennen holte Trulli Rang vier, Glock hatte Pech und schied nach der Kollision mit Nico Rosberg aus. Trotz der zumindest teilweise erfolgreichen Ausbeute gibt sich Arai aber noch zurückhaltend: "Wir haben an diesem Wochenende unsere ersten Punkte dieser Saison geholt. Für mich ist dies aber nur den Anfang auf dem Weg zu dem Ziel, den obersten Platz auf dem Siegerpodest zu erreichen."

Man sei noch deutlich hinter Ferrari und McLaren habe sicher auch noch nicht das ganze Potenzial gezeigt, erklärte Arai weiter. Und: "Zudem gibt es keine Garantie dafür, dass wir in jedem Rennen so gut abschneiden." Eine der Baustellen, an der Toyota noch arbeiten müsse, sei die Aerodynamik: "Leider hat unser Wagen eine Spur zu viel Anpresskraft, was einen zu großen Strömungswiderstand auf den Geraden ergibt und uns am Überholen hindert."