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Williams arbeitet am Flügelproblem von Barcelona

05. Februar 2008 - 09:28 Uhr

Nach dem alarmierenden Unfall von Kazuki Nakajima musste Williams die Tests in Barcelona abbrechen - Comeback am 11. Februar in Jerez

Kazuki Nakajima
Kazuki Nakajimas Testunfall machte Williams auf ein Problem aufmerksam
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Williams-Team musste die Testfahrten in Barcelona schon am Freitag nach einem Unfall von Kazuki Nakajima in der ersten Rechtskurve nach Start und Ziel abbrechen. Der Frontflügel des FW30 hatte sich selbstständig gemacht, so dass das Auto nicht mehr zu kontrollieren war und über die neu asphaltierte Auslaufzone geradeaus in die Barrieren krachte.

Relativ schnell kamen die Ingenieure der Ursache auf die Schliche: Die Frontflügelhalterung hatte sich gelöst, weil das Team zwecks Gewichtsverteilung offenbar mehr Wolframplatten am Flügel angebracht hat als 2007. Die dadurch entstehende Zusatzbelastung war beim Valencia-Test noch nicht aufgefallen, weil es dort in erster Linie langsame Kurven gibt, aber in den Highspeedpassagen in Barcelona drückte jede Menge Anpressdruck auf den Frontflügel.

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Kaum Fahrbetrieb für Williams

"Wir haben uns entschieden, in die Fabrik zurückzukehren, damit wir es bis zum Jerez-Test im Griff haben."
Sam Michael

Nakajima blieb bei dem Abflug unverletzt, aber das Team ging am Freitag aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf die Strecke. Über Nacht wurden in der Fabrik in Grove fieberhaft neue Teile angefertigt und nach Jerez geflogen, aber nach ein paar Runden kam man bei Williams zum Schluss, dass auch diese Modifikationen zu unsicher seien. Also musste der letzte Testtag am Sonntag komplett ausgelassen werden.

Natürlich war Technikchef Sam Michael nicht gerade glücklich über die Vorfälle: "Wir hatten bei den Testfahrten in Barcelona ein Zuverlässigkeitsproblem mit dem Frontflügel. Wir konnten keine kurzfristige Lösung implementieren, also haben wir uns entschieden, in die Fabrik zurückzukehren, damit wir es bis zum Jerez-Test in etwas mehr als einer Woche im Griff haben", gab der Brite zu Protokoll.

Nakajima bedauerte indes, dass er den Test abbrechen musste, "aber bis dahin hatte ich ein gutes Gefühl im Auto. Der FW30 generiert definitiv mehr Anpressdruck. Die mechanische Zuverlässigkeit scheint auch zu passen, die Fahreigenschaften sind ähnlich wie beim FW29, die Balance ist sehr neutral, was für einen Fahrer toll ist - und insgesamt sieht das Auto einfach hübscher aus", meinte der Japaner augenzwinkernd.

Nakajima mit Wintertests zufrieden

"Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meiner Fitness im Cockpit."
Kazuki Nakajima

Insgesamt ist Nakajima auch überhaupt nicht unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf seiner Saisonvorbereitungen: "Trotz des Problems am Wochenende in Barcelona glaube ich, dass wir nächste Woche in Jerez wieder in guter Form sein werden", sagte er - und fügte ein bisschen stolz an: "Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meiner Fitness im Cockpit und freue mich schon sehr auf den nächsten Test."

Und Nico Rosberg meinte abschließend: "Der Test war nicht so gut, weil wir nicht so viel fahren konnten wie erhofft, auch wenn wir ein paar nützliche Dinge gelernt haben, speziell in Bezug auf die Reifen. Das Problem an sich ist einfach zu lösen, aber wir hatten in Barcelona zu wenig Zeit dafür. Jetzt kann ich den nächsten Test in Jerez kaum noch erwarten, denn ich möchte dort unbedingt weitere Fortschritte mit dem Auto machen."