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Stepney von Staatsanwälten in Modena befragt

18. Februar 2008 - 18:56 Uhr

Nigel Stepney musste in Modena wegen der Spionageaffäre Rede und Antwort stehen - Rechtsanwältin: "Stepney hat keine Unterlagen weitergeleitet"

Nigel Stepney
Nigel Stepney wurde heute von der Staatsanwaltschaft Modena verhört
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Die Staatsanwaltschaft von Modena hat am Montag den in die Formel-1-Spionageaffäre verwickelten ehemaligen Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney befragt. Drei Stunden lang beantwortete der Engländer die Fragen von Staatsanwalt Giuseppe Tibis. "Stepney hat seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bewiesen, er hat ausführlich auf die Fragen geantwortet", sagte Tibis. Stepney selbst berichtete gegenüber Reportern, er sei während der Befragung "sehr ruhig" gewesen.

Der ebenfalls von der Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt vorgeladene McLaren-Chef Ron Dennis erschien dagegen nicht vor den Ermittlern. In den nächsten Tagen sollen auch McLarens Geschäftsführer Martin Whitmarsh und Paddy Lowe, der Leiter des Ingenieurbüros, vorgeladen werden.

Tibis will auch Generaldirektor Jonathan Neale und Rob Taylor, den Chef der Designerabteilung McLarens, vernehmen. Der Staatsanwalt ermittelt wegen Sportbetrugs, Industriespionage, Unterschlagung und illegaler Kopie von Daten. McLaren war vom Automobil-Weltverband (FIA) zu einer Geldstrafe von 100 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Außerdem hatte man das Team aus der Konstrukteurs-WM ausgeschlossen.

Stepneys Rechtsanwältin Sonia Bartolini erklärte, dass ihr Mandant Kontakte zu dem ehemaligen McLaren-Techniker Mike Coughlan hatte. Sie bestritt jedoch, dass Stepney Unterlagen vom Ferrari-Sitz in Maranello zu McLaren nach Woking weitergeleitet habe. "Stepney ist in eine Affäre verwickelt, in die auch andere Personen verstrickt sind, gegen die nicht ermittelt wird", sagte Bartolini nach Angaben italienischer Medien.

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