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Silverstone: Ecclestone bleibt skeptisch

06. Februar 2008 - 09:48 Uhr

Obwohl sich in puncto Umbau in Silverstone endlich etwas rührt, bleibt Bernie Ecclestone skeptisch, was die Zukunft des Grand Prix angeht

Umbau in Silverstone
In Silverstone rollen die Bagger an, die Zukunft ist aber keineswegs gesichert
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Gestern wurde bekannt, dass die Ratsversammlung von Süd-Northampton dem Masterplan zur Generalsanierung und Erweiterung der Rennstrecke in Silverstone zugestimmt hat, aber ungeachtet dessen ist die Zukunft des britischen Grand Prix noch lange nicht gesichert. Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone bleibt jedenfalls skeptisch.

Der Vertrag des britischen Rennfahrerklubs BRDC, dem Silverstone gehört, mit Ecclestone läuft noch bis inklusive 2009, aber für 2010 muss ein neuer Deal ausgehandelt werden. Bis dahin fordert Ecclestone, dass zumindest ein Teil der geplanten Maßnahmen umgesetzt wird - vor allem der neue Boxenkomplex; 2008 wird ja nur die neue Boxenmauer fertig sein. Aber selbst wenn diese Forderung erfüllt wird, ist noch längst nicht alles erledigt.

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Noch keine Verhandlungen mit dem BRDC

"Das nächste Problem ist die kommerzielle Vereinbarung mit uns."
Bernie Ecclestone

Denn: "Gehen wir einmal davon aus, dass die Anlagen so gebaut werden und wir damit zufrieden sind", erklärte Ecclestone dem 'Telegraph'. "Das nächste Problem ist die kommerzielle Vereinbarung mit uns. Diese wurde bisher nicht diskutiert, einmal abgesehen von einem Kerl, der vor einiger Zeit zu mir gekommen ist und gesagt hat, dass keine Chance besteht, dass sie überhaupt den gleichen Betrag zahlen werden wie in der Vergangenheit."

Zur Erklärung: Um ein Formel-1-Rennen austragen zu dürfen, muss jeder Veranstalter Millionenbeträge an Ecclestone überweisen. Die neuen Grand-Prix-Hosts wie Bahrain oder China lassen sich das teilweise über 20 Millionen Euro pro Jahr kosten, während der BRDC für Silverstone im Vorjahr gerade mal geschätzte elf Millionen Euro hingeblättert hat. Aber mit diesen Sonderkonditionen soll nun Schluss sein.

Keine Sonderkonditionen für Silverstone

"Ich sehe das ohne Sentimentalitäten."
Bernie Ecclestone

"Es gibt zwei Hürden zu überwinden", stellte der Formel-1-Zampano klar. "Erstens müssen sie die Anlagen bauen und dann den üblichen Marktpreis zahlen. Ich sehe das ohne Sentimentalitäten. Ich will nur, dass wir den gleichen Betrag bekommen wie in allen anderen Ländern, nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe sehnlichst, dass sie in einer Position sein werden, das zu liefern, was sie liefern müssen, um 2010 einen Grand Prix austragen zu dürfen."

Damit eröffnet Ecclestone wohl den nächsten Verhandlungsmarathon, denn BRDC-Präsident Damon Hill hatte schon große Mühe, das nötige Kleingeld für den geforderten Umbau zusammenzukratzen, von erhöhten Grand-Prix-Gebühren ganz zu schweigen. Ob sich nämlich die britische Regierung beteiligen wird, wie dies in vielen anderen Ländern der Fall ist, ist unklar - bisher hielt sich die Euphorie der Politiker in London diesbezüglich in Grenzen...

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