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Rosberg geht optimistisch in die neue Saison

27. Februar 2008 - 13:41 Uhr

Laut Michael Schumacher könnte Nico Rosberg 2008 zur Überraschung des Jahres werden, aber der Youngster selbst bleibt auf dem Boden

Nico Rosberg und Patrick Head
Nico Rosberg im Gespräch mit Patrick Head, 30-Prozent-Teilhaber von Williams
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für den siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher ist Nico Rosberg das derzeit wahrscheinlich heißeste Eisen auf dem Formel-1-Fahrermarkt. Der Ferrari-Berater und -Gelegenheitstester traut seinem um 17 Jahre jüngeren Landsmann zu, in diesem Jahr mit dem Williams-Toyota FW30 für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

An Rosberg prallt so etwas freilich ab: Er freue sich zwar, vom besten Rennfahrer aller Zeiten so etwas zu hören, aber der könne das ja auch nicht genau wissen - schließlich seien die Wintertests für alle ein Rätselraten, auch für Schumacher. Zumindest gab der in Monaco lebende Wiesbadener aber zu, dass es in den vergangenen Wochen außergewöhnlich gut gelaufen ist. Dennoch müsse man aufpassen, was man vor dem ersten Rennen alles ankündigt.

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Rosberg hofft auf den ersten Podestplatz

"Vierter in der Konstrukteurswertung zu werden, ist die Hauptsache."
Nico Rosberg

"Ich glaube, Vierter in der Konstrukteurswertung zu werden, ist die Hauptsache - das wäre schon toll", erklärte Rosberg am Rande der Testfahrten in Barcelona. "Zusammen damit würde sich ergeben, dass ich ein paar bessere Resultate erziele - mit Glück vielleicht ein Podium. Dazu müssen aber wenigstens ein Ferrari und ein McLaren-Mercedes ausfallen und zwei BMW. Es gehört sicher Glück dazu, aber es wäre schon cool."

Der Williams-Pilot sieht seinen Rennstall momentan im Verfolgerpaket der Spitze - auf Augenhöhe mit Red Bull, Renault, eventuell Toyota und Toro Rosso. Dass auch das BMW Sauber F1 Team nicht weiter vorne sein wird, vermutet er zwar, "aber richtig glauben kann ich das nicht". Der Truppe um Nick Heidfeld und Robert Kubica wird ja nachgesagt, dass sie sich extrem konservativ auf die Saison vorbereitet und erst in Melbourne alle Karten aufdecken könnte.

Was Rosbergs FW30 angeht, so scheint die Zuverlässigkeit wie schon beim Vorgängermodell FW29 eine der Stärken zu sein: "Standfest sind wir", gab der 22-Jährige zufrieden zu Protokoll. "Wir haben lange kein Problem mehr gehabt, fahren Renndistanz um Renndistanz. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal auf der Strecke ausgestiegen bin." Die Schwierigkeiten mit dem Frontflügel sind längst Schnee von gestern.

Technisch viel von Wurz gelernt

"Es hat mir sehr geholfen, Alex neben mir zu haben."
Nico Rosberg

Und wie sieht es mit dem Fahrer selbst aus? Rosberg bekommt 2008 mit Kazuki Nakajima einen neuen Teamkollegen, der zwar nicht sehr erfahren ist, aber als äußerst schnell gilt - und das auch bei den Tests schon gelegentlich angedeutet hat. Den Routinepart muss daher der Deutsche in seinem dritten Formel-1-Jahr selbst übernehmen - und nach einer Saison an der Seite von Alexander Wurz sieht er da auch keine Probleme mehr.

Sein technisches Verständnis sei neben Wurz extrem gewachsen, "als das Team gesehen hat, dass nicht nur Alex was davon versteht, sondern ich ebenbürtig bin. Er war eine Referenz, einer, der sehr viel davon versteht. Es hat mir sehr geholfen, Alex neben mir zu haben. Es hat dem Team gezeigt, wo der Maßstab war - ich musste mich da sicherlich nicht verstecken", klopfte sich Rosberg abschließend selbst auf die Schulter.

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