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Rosberg: "Wir hatten nicht ein einziges Problem"

29. Februar 2008 - 13:43 Uhr

Nico Rosberg sieht die große Zuverlässigkeit des neuen Williams als Trumpf im engen Formel-1-Mittelfeld - Startübungen am wichtigsten

Nico Rosberg
Nico Rosberg hofft, dass er mit dem neuen Williams kraftvoll zubeißen kann
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn es um den leicht zweifelhaften Titel "Best of the rest" geht, führt wahrscheinlich in der kommenden Saison kaum ein Weg an Nico Rosberg vorbei. Der Williams-Pilot hatte bei den zurückliegenden Testfahrten immer wieder gezeigt, dass er an der Spitze des großen Formel-1-Mittelfeldes fahren kann. Der 22-Jährige lauert nur auf Fehler und technische Ausfälle der favorisierten Ferrari und McLaren-Mercedes, denn Rosberg könnte dann seine Trumpfkarte ausspielen: die Zuverlässigkeit des FW30.

"Um ehrlich zu sein: wir hatten nicht ein einziges Problem. Das letzte Mal, dass ich auf der Strecke stehen geblieben bin, war im November vergangenen Jahres. Wir haben also gute Fortschritte gemacht", sagte der Formel-1-Weltmeistersohn im Interview mit 'formula1.com'. Trotzdem mahnt Rosberg: "Bei Temperaturen wie in Malaysia, die wir hier nie hatten, können natürlich neue Probleme auftauchen. Die Basis scheint aber gut zu sein, vor allem wenn wir sehen, wo wir herkommen."

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Die Zuverlässigkeit könnte gerade in den ersten Saisonrennen zum entscheidenden Faktor werden, denn es drohen bei den drei ersten Rennen in Australien und Asien nicht nur motoren-unfreundliche Temperaturen, sondern auch das neue Regelwerk kann eine Rolle spielen, denn die Formel-1-Getriebe müssen ab sofort vier Rennen durchhalten.

"Um ohne Traktionskontrolle zu leben, brauchst du sieben Runden."
Nico Rosberg

Ebenso wird die Abschaffung der elektronischen Fahrhilfen voraussichtlich für Spektakel sorgen, so der Deutsche: "Vor allem beim Start, denn das ist jetzt komplett anders." Motorsport-Fans erträumen sich bereits spektakuläre Bilder von qualmenden Reifen bei der Startfreigabe. Rosberg erklärt: "Um ohne Traktionskontrolle zu leben, brauchst du sieben Runden. Das ist bei trockenen Bedingungen überhaupt kein Problem."

Weiter beschrieb er: "Um das Bremsen ohne die Hilfen zu lernen brauchst du acht Runden, wobei das im Verlauf des Rennens mit abgefahrenen Reifen vor allem bei Hitzerennen schwierig werden kann. Aber einen guten Start hinzukriegen, das ist am allerschwierigsten." Daher habe man stehende Starts auch immer wieder trainiert, so Rosberg. Bis zum Ende der vergangenen Saison konnten die Piloten beim Umspringen der Startampel einfach Vollgas geben - Traktionskontrolle sei Dank.

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