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Rampf: Lieber Budgetgrenze als Technik-Limits

20. Februar 2008 - 11:51 Uhr

Für einen Ingenieur wie Willy Rampf bietet die Budgetgrenze interessante Herausforderungen: "Man hat die Freiheit, kreativ zu sein"

Willy Rampf
Willy Rampf unterstützt die Pläne für eine Begrenzung der Teambudgets voll
© BMW

(Motorsport-Total.com) - Auch BMW Sauber F1 Technikchef Willy Rampf zählt zu den Befürwortern einer Budgetbegrenzung in der Formel 1. "Ich unterstütze die Initiative der FIA zur Kostenreduzierung voll", sagte Rampf im Interview mit der offiziellen Internetseite 'formula1.com'. "Für einen Ingenieur ist es wesentlich interessanter, eine Budgetobergrenze als strikte Beschränkungen im technischen Reglement zu haben. Eine Budgetbegrenzung lässt einem die Freiheit, Prioritäten zu setzen und kreativ zu sein. Man entscheidet selbst, wo man das verfügbare Geld investiert."

Noch aber müssen die Teams sich innerhalb des strengen Reglement-Rahmens bewegen. Kreativ müssen die Ingenieure derzeit darin sein, in jedem Bereich kleinste Detail-Lösungen zu finden. Und Rampf hat natürlich die Konkurrenz interessiert beobachtet: "Ferrari scheint da einen sehr guten Job gemacht zu haben", lautet das Urteil des Bayern.

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Kommt die Budgetobergrenze, sei es für die Teams noch wichtiger, effizient zu arbeiten, erklärte Rampf weiter. Und das könnte ein Vorteil für das BMW Sauber F1 Team sein: "In diesem Bereich ist unser Team besonders stark. Denn früher zu Sauber-Zeiten hatten wir ein sehr begrenztes Budget - das hat uns dazu gezwungen, effizient zu arbeiten." Auch BMW Motorsportdirektor Mario Theissen verweist immer wieder auf die Effizienz seines Teams, das bewusst nur mittelgroß bleiben soll.

Zwei Testfahrer machen Sinn

Dabei leistet man sich im Deutsch-Schweizer Team allerdings den Luxus, mit Marko Asmer und Christian Klien gleich zwei Testfahrer zu beschäftigen. Und das, obwohl auch das Testen 2008 streng limitiert ist.

"Wenn man es nur von der reinen Testarbeit her betrachtet, wäre ein Testfahrer definitiv ausreichend. Es gibt aber noch andere Aspekte", erläuterte Rampf das Konzept. "Wenn der Ersatzfahrer am Rennwochenende einspringen muss, ist es natürlich besser, einen erfahrenen Piloten zu haben, der genau weiß, wie man ein Formel-1-Rennen startet, wie man in die erste Kurve geht und wie man perfekte Boxenstopps macht." Dieser Ersatzpilot ist mit Klien gefunden.

"Ein anderer Aspekt ist, dass man ein junges Talent, das das Potential hat, ein künftiger Formel-1-Pilot zu sein, in seiner Entwicklung unterstützt", fuhr Rampf fort. Und das ist jetzt der amtierende Champion der Britischen Formel 3, Asmer. Dass das BMW Sauber F1 Team ein Händchen für Talente hat, zeigen schließlich schon die Eigengewächse Robert Kubica und Sebastian Vettel.

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