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Rampf: "Das neue Auto ist schneller, aber auch komplexer"

19. Februar 2008 - 13:38 Uhr

Das BMW Sauber F1 Team ist beim Bau des neuen F1.08 Risiken eingegangen und nun auf der Suche nach Balance

BMW Sauber F1 Team
Willy Rampf ist vom neuen F1.08 immer noch fest überzeugt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach der herausragenden Tendenz der vergangenen Jahre wurde vom BMW Sauber F1 Team im Jahr 2008 der nächste große Schritt in Richtung Formel-1-Spitze erwartet. Die zurückliegenden Testfahrten haben allerdings Probleme mit dem neuen F1.08 aufgezeigt und in den Zeitlisten lag die deutsch-schweizerische Mannschaft häufig nur im Mittelfeld. Das BMW Sauber F1 Team sieht sich dennoch nach wie vor auf dem richtigen Weg.

"Das Fahrverhalten den F1.08 ist noch nicht so, wie wir es haben wollen", gibt Technikdirektor Willy Rampf in der 'Motorsport aktuell' zu. "Die Ursachen dafür sind vielschichtig, es ist die Kombination mehrerer Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen", stellt Rampf das komplexe Problem dar. Trotz aller Hindernisse auf dem Weg an die Formel-1-Spitze zweifelt man im BMW Sauber F1 Team nicht an der Qualität des neuen Rennwagens.

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"Es steht außer Frage, dass der F1,08 klar schneller ist als der F1.07, aber er ist komplexer und es ist für die Fahrer und Ingenieure schwieriger, zu jedem Zeitpunkt und unter allen Bedingungen das ganze Potential auszuschöpfen." Das Team hatte in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt auf die Spitze aufgeholt und hatte dabei sogar in vielen Fällen Siebenmeilenstiefel angehabt. Beim ultimativen Schritt auf das Niveau von Ferrari und McLaren-Mercedes scheint das Team allerdings kurzfristig aus dem Schuhwerk gerutscht zu sein.

Riskante Entwicklung im Grenzbereich

"Man muss Grenzen ausloten und kalkulierte Risiken eingehen."
Willy Rampf

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Anschluss an die Top-Teams zu schaffen. Das kann man nicht erreichen, indem man konservativ zu Werke geht. Wer an die Spitze will, muss die Grenzen ausloten und kalkulierte Risiken eingehen", so Rampf. Die Forschung in Grenzbereichen beschränke sich bei einem Formel-1-Auto auch nicht immer nur auf die Aerodynamik, so der Technikdirektor weiter: "Wenn man sich an der Grenze des technisch Machbaren bewegt, dann sitzt nicht automatisch jeder Schuss im Schwarzen."

Etwaigen Spekulationen über eine mögliche Fehlkonstruktion erteilt der Formel-1-Techniker eine klare Absage. Man gehe mit hoch eingeschätzten Experten an eine hoch wissenschaftliche Ausgabe: "Pech gibt es in der Formel 1 nicht mehr." Die Testzeiten möchte der 54-Jährige nicht zu hoch bewertet wissen. Seine Mannschaft habe bei den zurückliegenden Tests in Jerez ein klares Programm verfolgt und sei nicht auf schnelle Rundenzeiten aus gewesen. Gerade bei den Longruns habe man ein gutes Tempo vorlegen können.

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