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Nakajima: Die Stimmung im Team ist großartig

28. Februar 2008 - 11:00 Uhr

Sein Debüt gab Kazuki Nakajima schon 2007, jetzt will der Williams-Pilot eine tolle Saison hinlegen und Nico Rosberg herausfordern

Kazuki Nakajima
Rosberg im Blick: Kazuki Nakajima möchte von Nico lernen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn am 16. März im australischen Melbourne die Startlampen erlöschen, beginnt für Kazuki Nakajima sein Vollgasabenteuer erst so richtig. Im Rahmen des Finalrennens 2007 setzte Teamchef Frank Williams den jungen Japaner in seinen Boliden und ließ den Jungspund an der Seite von Nico Rosberg sein Formel-1-Debüt feiern. Für diese Saison erhielt Nakajima ein Stammcockpit und will der Welt zeigen, dass er diesen Platz auch verdient.

"Es wird eine komplett andere Situation für mich sein, weil 2008 meine erste richtige Saison darstellt", ist sich Nakajima sicher. "Aber es ist schön, bereits beim letzten Rennen im Vorjahr erste Erfahrungen gemacht zu haben. Deswegen kann ich den ersten Grand Prix in diesem Jahr ein bisschen sicherer angehen." Das soll freilich nicht das Ende der Fahnenstange für den 23-jährigen darstellen, denn "es in die Formel 1 zu schaffen ist nicht das höchste Ziel - von jetzt an gilt es, noch härter zu arbeiten."

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Nakajima als Lehrling bei Rosberg

Dabei helfen soll Nico Rosberg, von dem sich der Neuling einiges abschauen möchte. "Ich kann eine Menge von ihm lernen", so Nakajima gegenüber 'autosport.com'. "Er ist jung und hat mehr Erfahrung als ich, insofern ist er ein idealer Teamkollege für mich. Wir sind in etwa gleich alt und das erleichtert die Kommunikation natürlich erheblich". Hinzu kommt außerdem, dass die Stimmung im Team "großartig" sei, das neue Auto sich bewährt habe und dass alle im Team ihr Besten geben würden.

"Ich muss mich noch in jeglicher Hinsicht verbessern."
Kazuki Nakajima

Allerdings sind GP2 und Formel 1 zwei paar Stiefel, doch dessen ist sich Nakajima durchaus bewusst: "Der körperliche Schritt von der GP2 zur Formel 1 ist schon erheblich, vor allem im Nackenbereich", analysiert der Japaner und fügt an, sich stets weiterentwickeln zu wollen. "Ich muss mich noch in jeglicher Hinsicht verbessern. Die große Frage ist dann wohl, ob ich am Rennwochenende alles abrufen kann", denn dann schaut einem bekanntlich ein Millionenpublikum auf die Finger.

Das stört den Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Satoru Nakajima aber kaum. "Den Druck mache ich mir letztendlich selbst und er kommt nicht von außen. Aber in Melbourne werde ich sicher eine Belastung spüren", ist sich Nakajima sicher. "In der GP2 bin ich damit allerdings sehr gut klargekommen, also wird das schon hinhauen. Ich muss mich einfach auf meinen Job konzentrieren und wenn wir unser Bestes geben, dann wird das sicher auch eine gute Saison."

Streckenkenntnis ein großes Plus

Die 18 Stationen im diesjährigen Rennkalender kennt der Williams-Pilot bereits, ausgenommen natürlich die beiden neuen Kurse in Valencia und Singapur. "Das ist schon einmal recht positiv", wertet Nakajima seine persönliche Ausgangsposition. "Als Freitagsfahrer war ich 2007 mit dem Team bei jedem Rennen dabei, aber 2008 wird die erste richtig lange Saison für mich." Eine große Hilfe könnte dem in Aichi geborenen Rennfahrer auch der Williams-Simulator sein, womit sich der der 23-jährige auf die neuen Strecken einschießen und seinen Fahrstil optimieren soll.

Teamkollege Rosberg wird zunächst einmal die Messlatte für den Rookie darstellen, doch auch ihn möchte Nakajima zumindest gelegentlich hinter sich lassen: "Es wird nicht leicht werden, Nico zu schlagen, aber das ist mein Ziel", gibt er zu Protokoll und hofft, sich im Laufe des Jahres steigern und weiter verbessern zu können. "Ich werde einfach mein Bestes geben und an mir arbeiten, dann werden die Resultate schon kommen."