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Malaysia und Singapur wollen Zusammenarbeit

08. Februar 2008 - 16:56 Uhr

Sepang bietet Singapur für ersten Grand Prix Hilfestellung an - Nachtrennen in Malaysia schon 2009 als realistisches Ziel

Sepang
Die Organisatoren in Malaysia wollen 2009 ein Nachtrennen in Sepang
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 soll im Fernen Osten erst starten, wenn es Nacht wird in Asien und Ozeanien - so wünscht es sich Bernie Ecclestone. Mit dem ersten Nachtrennen der Grand-Prix-Geschichte im September in Singapur könnte für die Königsklasse eine neue Zeitrechnung beginnen. Die Veranstalter des Grand Prix in Malaysia stehen bereits in den Startlöchern und wollen im Jahr 2009 auch erst am Abend die Startampel auf Grün stellen. Auch in Melbourne wird entsprechend diskutiert.

Ein Nachtrennen in Sepang sei nicht nur logistisch recht problemlos, sondern auch sinnvoll in mehrerer Hinsicht, so Dato Mokhzani Mahathir, Präsident der Betreibergesellschaft der Strecke im Gespräch mit der Zeitung 'Bankok Post': "Die europäischen Fans können das Rennen zu attraktiveren Zeiten im Fernsehen schauen und die heimischen Fans können zur Strecke kommen, wenn es etwas kühler wird hier."

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Beleuchtung für mehr Streckenauslastung

Sein Unternehmen habe zusätzlich ein wirtschaftliches Interesse an nächtlicher Rennaction, so der Streckenchef: "Singapur und Melbourne sind Stadtkurse, wir sind aber eine permanente Rennstrecke. Wir haben eine Auslastung von etwa 300 Tagen pro Jahr. Wenn man mal Ferienzeit und Tage für Wartungsarbeiten abzieht, dann haben wir nahezu eine hundertprozentige Auslastung." Eine fest installierte Beleuchtungsanlage könnte die täglichen Nutzungszeiten über 19 Uhr hinaus verlängern.

"Wenn nebenan eine 747 startet wird mehr Treibstoff verbrannt, als beim gesamten Rennen"
Dato Mokhzani Mahathir

"Wir könnten noch mehr Streckenauslastung bekommen und auch die zusätzliche Lärmbelastung sollte kein Problem sein, denn wir liegen ja in direkter Nachbarschaft zum Flughafen", so der Sohn des ehemaligen malaysischen Staatspräsidenten. Die Kosten für die volle Ausleuchtung eines Formel-1-Nachtrennens bezifferte er mit 10 bis 20 Millionen Dollar. Und auch die CO2-Diskussion lässt den Streckenchef kalt.

"Wenn hier nebenan nur eine einzige Boeing 747 startet, wird mehr Treibstoff verbrannt als bei einem gesamten Grand Prix", so Mokhzani Mahathir. Die geplanten MotoGP-Nachttests in Katar Ende Februar sollen weitere Erkenntnisse auf dem Weg zum angestrebten Nachtrennen in Sepang bringen. Außerdem wolle man eine intensive Zusammenarbeit mit den Organisatoren in Singapur anstreben. Die beiden Veranstaltungen sollen gegenseitig voneinander profitieren.

Eine Hand wäscht die andere

Singapore
In Singapur findet im September das erste Nachtrennen der Formel 1 statt
© xpb.cc

"Ich würde mir wünschen, wenn wir beide gemeinsam die Formel-1-Fans der gesamten Region ansprechen würden. Wir waren ohnehin jedes Jahr in Singapur, um Werbung für unser Rennen zu machen. Wir könnten so etwas jetzt gemeinsam auf die Beine stellen. Wir haben den Veranstaltern in Singapur außerdem unsere Hilfe beim ersten Grand Prix dort angeboten. Immerhin haben mittlerweile schon zehn Jahre Erfahrung damit", der Chef des Sepang-Kurses.

Die gewünschte Ausrichtung eines Nachtrennens in Malaysia im Jahr 2009 habe nichts mit Forderungen von Formel-1-Boss Ecclestone zu tun, so der Streckenbetreiber weiter: "Allerdings tauchte in den Vertragsentwürfen, über die wir im vergangenen Jahr verhandelt haben, plötzlich eine Klausel auf, wonach wir für ein Nachtrennen gerüstet sein müssen."