Aktuelle Bildergalerien
Die aktuelle Umfrage

Die Formel-1-Autos zeigen sich beim Test in Barcelona im 2009er Outfit. Wie finden Sie die neue Optik?

Gut.
Schlecht.
Ist mir egal.
ANZEIGEGrand Prix Travel Team

Tickets und Reisen zur F1 und DTM

Ob Reisen oder Tickets zur Formel 1 oder DTM - bei unserem Partner Grand Prix Travel Team finden Sie aktuelle Angebote rund um Reisen mit der gewissen Extra-Portion PS. Telefon-Hotline: 0700-399 899 00
Zum Tickets- und Reisen-Shop - hier klicken!
Jobs bei Motorsport-Total.com

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir

Motorsport-Redakteure

Haben Sie Interesse, zusammen mit einem sympathischen und "Motorsport-verrückten" Team zusammenzuarbeiten? Dann bewerben Sie sich hier!
Mobiles Portal

Motorsport gibt es auch mobil!

Im mobilen Portal von Motorsport-Total.com finden Sie kostenlos (zzgl. Nutzungsgebühr für mobiles Internet Ihres Providers) aktuelle News, Bildergalerien, Ergebnisse und Hintergrundinformationen zur Formel 1, DTM und zum Motorrad-Sport.
Kostenlos: Link zum Portal per SMS
Im Handy-Simulator anschauen
ANZEIGEFanartikel
Sie sind hier: Home > Formel 1 > Newsübersicht > News

Marmorini findet FIA-Pläne zu lasch

20. Februar 2008 - 15:02 Uhr

Toyota-Motorenchef Luca Marmorini kritisiert die FIA-Pläne zur Energie-Rückgewinnung (KERS): "Viel zu primitives System geplant"

Toyota
Luca Marmorini kritisiert die FIA-Pläne zu KERS
© Toyota

(Motorsport-Total.com) - Mit den sogenannten "Kinetic Energy Recovery Systems (KERS)" soll ab 2009 die beim Abbremsen freigesetzte Energie gespeichert werden und per Knopfdruck vom Piloten nach Wunsch abrufbar sein. Die FIA hatte die Pläne bereits vor Monaten vorgestellt und dabei auch schon sehr konkrete Vorgaben gemacht. Die Formel 1 soll auf diesem Weg so ganz nebenbei nicht nur spektakulärer werden, sondern auch umweltschonender.

Auf dem Weg zu einer "grüneren" Formel 1 sieht einer allerdings schwarz: Luca Marmorini hat die FIA-Pläne heftig kritisiert. Nach Ansicht des Toyota-Motorenchefs engt die Motorsportbehörde mit ihren Vorgaben die Entwicklung zu sein ein. "Die Einführung von KERS verblüfft mich, denn die FIA hat sich für ein sehr primitives System entschieden", sagte der 46-Jährige dem italienischen Magazin 'Autosprint'. Das System sei Welten hinter dem zurück, was bei einigen Toyota-Straßenautos bereits Standard sei.

Autobauer sind bei Hybridtechnik schon viel weiter

"Die FIA hat ein primitives System gewählt."
Luca Marmorini

"Das Potential von Hybridmotoren ist immens, aber die FIA hat ein System gewählt, das uns bei der Energierückgewinnung auf die Hinterräder beschränkt. Es sollte mehr Freiheiten geben." Toyota habe beispielsweise eine Hybrid-Rennversion des Sportwagens Supra bei einem 24-Stunden-Rennen eingesetzt und prompt gewonnen: "Wenn wir sagen, dass der Supra 70 Prozent der freiwerdenden Energie zurückgewinnt, dann wären es beim geplanten Formel-1-System gerade einmal 20 Prozent", so der italienische Motorentechniker.

Marmorini wünscht sich deutlich mehr Freiheiten für die Motorentechniker bei der Entwicklung von KERS. Rückendeckung erhält der Toyota-Motorenchef vom ehemaligen Ferrari-Designer Mauro Forghieri: "Die Energierückgewinnung und die Beimischung von Biosprit sind tolle Ideen, aber man müsste einen viel extremeren Weg gehen. Man könnte einfach eine maximale Energie definieren, die zur Verfügung stehen soll. Dann könnten die Techniker mit allen Freiheiten nach den besten und intelligentesten Möglichkeiten suchen."

Die Formel 1 sei diesbezüglich schon lange kein interessantes Terrain mehr, so Forghieri in 'Autosprint': "Es ist schon traurig, dass ich zum Beispiel nach Le Mans gehen muss, um mal unterschiedliche Motorenkonzepte zu sehen. Die Formel 1 entwickelt sich im Motorenbereich in Richtung Formel 3, sie ist nur eben schneller und unglaublich viel teurer." Der italienische Top-Techniker hat sich mittlerweile fast komplett von der Formel 1 abgewendet.

Formel-1-Reglement als Innovationsbremse

"Es ist traurig, dass ich nach Le Mans gehen muss, um verschiedene Motorkonzepte sehen zu können."
Mauro Forghieri

Forghieri bezweifelt ebenso wie Marmorini, das die Königsklasse des Motorsports auf Grundlage der aktuellen Pläne wieder zu einem technischen Vorreiter werden könnte: "Hätten wir diese Regeln früher gehabt, hätte es einige wichtige Entwicklungen gar nicht gegeben: keinen Turbo, keinen Kompressor, keine pneumatischen Ventile, keinen Direkteinspritzer und keinen Common-Rail-Diesel."

Die Halbherzigkeit der FIA ist nur ein Teil der Techniker-Kritik. Die grundsätzliche Haltung der Motorsportbehörde bei Änderungen von Regelwerk, sowie Vorgaben bezüglich technischer Neuerungen ist ein anderer Teil, so Forghieri: "Im Sinne der Sicherheit und der Kostenreduzierung hat also irgendjemand entschieden, dass die Entwicklung der Motoren auf Eis gelegt werden muss. Wer sagt uns eigentlich, dass das der richtige Weg ist?"

Artikeloptionen
Artikel bewerten
Diese News / Newsübersicht hinzufügen zu...
Mister Wongdel.icio.usYiGGWebnewsLinkarenaGoogleYahoo! MyWebBlinklistdiggFurlFolkdtoneviewHilfe
RSS XML-FeedGoogle ReaderMy Yahoo!Windows liveMy AOL