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Liuzzi immer noch sauer auf Berger und Newey

14. Februar 2008 - 12:31 Uhr

Vitantonio Liuzzi hat Gerhard Berger und Adrian Newey noch nicht verziehen, dass sie ihn vor die Tür gesetzt haben - Le-Mans-Angebot von Peugeot

Vitantonio Liuzzi
Vitantonio Liuzzi ist traurig darüber, wie seine Zeit bei Red Bull verlaufen ist
© Force India

(Motorsport-Total.com) - Als Vitantonio Liuzzi 2005 mit Red Bull in die Formel 1 kam, galt er als absoluter Überflieger: Er hatte die Formel-3000-Saison 2004, die Vorgängermeisterschaft der heutigen GP2, nach Strich und Faden dominiert, ein paar Jahre zuvor außerdem bei der Kart-Weltmeisterschaft in Kerpen einen gewissen Michael Schumacher locker geschlagen.

Und trotzdem erhielt bei Red Bull zu Beginn der Saison 2005 zunächst Christian Klien den Vorzug - im Zuge der umstrittenen Fahrerrotation zwischen den beiden Junioren im Team. Liuzzi hatte es generell nie leicht bei den Österreichern, denn abgesehen von Dietrich Mateschitz stand niemand hundertprozentig hinter ihm. Vor allem Gerhard Berger und Adrian Newey, so behauptet der Italiener heute, hätten sich gegen ihn verschworen.

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Sauer auf Berger und Newey

"Dass ich Ende 2007 kein Cockpit mehr hatte, war vor allem der Fehler von Gerhard Berger."
Vitantonio Liuzzi

"Dass ich Ende 2007 kein Cockpit mehr hatte, war vor allem der Fehler von Gerhard Berger, der nie ein Freund von mir war - genau wie Adrian Newey, der meine Beförderung zum Stammfahrer bei Red Bull immer blockiert hat", erklärte Liuzzi gegenüber 'Autosprint'. "In der Formel 1 kann sich alles schnell ändern. Als ich die Formel 3000 gewonnen habe, wollten mich alle haben, weil ich der Fahrer der Zukunft war, aber später wandte sich alles zum Schlechteren."

Der Italiener konnte sich bei Red Bull nie durchsetzen, aber es wurde ihm auch nie leicht gemacht. So wurde er beispielsweise heftig für seine etwas lockere Lebenseinstellung kritisiert, gleichzeitig spannte man ihn aber gerade deswegen eifrig vor den PR-Karren des Energydrink-Herstellers. Trotzdem tut ihm die Trennung "vor allem wegen Dietrich Mateschitz" immer noch weh: "Er hat immer an mich geglaubt. Das kann ich von einigen anderen Leuten nicht behaupten."

Noch zu jung für die US-Racing-Szene

"Ich zähle darauf, dass ich hier mittelfristig Rennen fahren werde."
Vitantonio Liuzzi

Das Red-Bull-Angebot, in den NASCAR-Sport zu wechseln ("Ich hatte in der Busch-Serie starten können.") oder auch ChampCar zu fahren, stand für Liuzzi nie zur Diskussion: "Ich habe es vorgezogen, mich auf das Force-India-Programm zu konzentrieren, wenn auch nur als Testfahrer. Das Potenzial dieses Teams ist groß und ich zähle darauf, dass ich hier mittelfristig Rennen fahren werde", erklärte er. Vielleicht schon 2009 - anstelle von Adrian Sutil...

"Gleichzeitig kann ich aber die Tatsache nicht verbergen, dass ich gerne Rennen fahren würde", gab der 26-Jährige zu. Eine Möglichkeit sieht er schon für dieses Jahr, wenn auch außerhalb der Königsklasse des Motorsports: "Ich habe ein Angebot von Peugeot erhalten, die 24 Stunden von Le Mans zu fahren. Das interessiert mich, denn ich möchte meinen Rennfahrerspirit 2008 nicht verlieren - ich will nicht nur testen!"

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