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Kolles: Eine große Herausforderung
Colin Kolles setzt viele Hoffnungen in sein Fahrer-Duo bei Force India und dem Team ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre
(Motorsport-Total.com) - Jordan, Midland, Spyker und jetzt Force India - Colin Kolles hat den Wandel des Teams hautnah miterlebt und sieht den Rennstall nun in der Lage endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können. Gemeinsam mit der Fahrerpaarung Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil hofft der Deutsche, in Melbourne vielleicht "vor einigen anderen Teams" zu landen.
Aber kann Force India das wirklich packen, Colin? "Ich glaube schon, denn wir werden rechtzeitig vor Melbourne noch ein paar neue Teile erhalten", wie Kolles bei 'autosport.com' erläuterte. "Den Fahrern zufolge hat sich die Fahrbarkeit enorm verbessert. Das kann man nicht genau in Zeit fassen", so der Teamchef weiter, "aber die Piloten fühlen sich im Auto wesentlich wohler und wir befinden uns auch in einem Prozess, den Wagen weiterhin kontinuierlich zu verbessern."
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Zudem stärkte Kolles Fisichella und Sutil den Rücken: "Ich halte unser Fahrerduo für eines der besten, obwohl wir ein eher kleines Team sind." Besonders der Italiener scheint es dem Teamchef angetan zu haben, denn er sei ein sehr schneller Mann. "Giancarlo hat in seiner Karriere über 300 Punkte eingefahren und war an der Seite von Alonso (Fernando Alonso; Anm. d. Red.) zweimaliger Konstrukteursweltmeister." Außerdem habe Fisichella wesentlich dazu beigetragen, den Rennstall voran zu bringen.
Hier komme vor allem die Erfahrung des ehemaligen Renault-Fahrer ins Spiel, der in der Formel 1 schon eine lange Zeit ohne Traktionskontrolle unterwegs war und einen eher sanften Fahrstil pflege, so der gelernte Zahnarzt weiter. "Zu sehen, wie ein erfahrener Pilot mit dieser Situation umgeht, wird auch Adrian weiterhelfen. Er ist jetzt schon schnell und lernt rasch - aber das wird ihm zusätzlich Flügel verleihen", ist sich der Teamchef sicher.
Und wie steht's mit der Vorgabe seitens des Geldgebers Vijay Mallya, beim ersten Grand Prix in Indien in zwei Jahren einen Fahrer auf dem Podium zu haben? "Das wird eine große Herausforderung werden, aber in der Formel 1 wird einem ohnehin nichts geschenkt. Wir arbeiten daran und werden sogar versuchen, noch in diesem Jahr weit nach vorne zu kommen. Es ist gewiss nicht so, dass wir es nicht probieren", erklärte der 40-jährige und philosophierte weiter: "Ohne diese Herausforderungen wäre es doch langweilig."











